Publikumsliebling Simon Yacoub bringt die Halle zum Kochen (Foto: J.Elias)Knapp 1.000 Gäste erleben den Einmarsch der Generationen mit Olympiasieger und Leipziger Judolegende Udo Quellmalz. Die gute Stimmung hält beim anschließenden ersten JCL-Sommerfest bis in die späten Nachtstunden.
Vor allem anderen gilt es hier erst einmal Danke zu sagen!
Auf dieser Basis ist einmal mehr ein spektakuläres Judofest entstanden.
Die knapp 1.000 Zuschauer erlebten dieses Mal eine Eröffnung mit dem Einmarsch verdienter ehemaliger Kämpfer.
Gekrönt wurde diese Auswahl erfolgreicher Leipziger Judoka durch niemand geringeren als Udo Quellmalz. Der Doppelweltmeister und Qlympiasieger der seine leistungssportliche Ausbildung hier in Leipzig genossen hat, stand als Kapitän der Alumni-Mannschaft bei allen Anwesenden hoch im Kurs.
Die Übergabe an die heutige Kämpfergeneration per Niederwurf und Verbeugung, gab unseren jungen Wilden einen „unglaublichen zusätzlichen Energieschub“ so Kapitän Robert Gess.
So gerieten die eigentlich favorisierten Weisbadener um Coach Patrick Nebhut von Beginn an unter Druck.
Der Auftaktkampf zwischen dem nun für Wiesbaden startenden Adrian Kulisch und dem Neu-Leipziger Thilo Koch wurde erst 5 sec vor Ende der regulären Kampfzeit zugunsten des Routiniers entschieden.
Bereits 30 sec später stand die Halle das erste mal Kopf als Heimkehrer Manuel Viehweg seinen bisher stets überlegenen Gegner Igor Mbakom filmreif auf den Rücken befördert.
Manu begeisterte mit ein paar extra Sprüngen über die Matte und übergab das Feld an Publikumsliebling Simon Yacoub.
Der bekam es mit niemand Geringerem als mit Claudiu Lazea zu tun. Der mehrfache rumänische Meister diesjährige Gewinner des European Cup ging zwar als Favorit auf die Matte, wurde aber nach weniger als einer Minute unfreiwillig zum Uke einer Technikdemonstration. Yacoubs Ausklinken aus dem Uchi-Mata mit anschließendem eigenen Niederwurf hätte in der gezeigten Ausführung zu jeder Gürtelprüfung Bestnoten erhalten.
Der Sieger aus Taucha eskaliert mit dem Publikum und Philpp Mackeldey betritt die Matte.
Vater Lutz Mackeldey hatte als Mitglied der Alumni-Mannschaft per Uki-Goshi an seinen Sohn übergeben und die Maßgabe war, dass dies die letzte Wertung sein sollte, die unsere Kämpfer an diesem Tag abgeben dürfen.
Philipp hat da wohl nicht aufgepasst und so geht der erste Yuko an den Wiesbadener Daniel Gleim. Dann zündet Mackel aber ein Feuerwerk und wirft wie sein Vorbild Quellmalz 5 Wertungen mit 5 verschiednen Techniken.
Zu diesem Zeitpunkt wurde vom Publikum die Haltbarkeit der Tribünen erstmals kurz am Limit getestet.
In diesen Hexenkessel traten mit Jeffrey Schulz und unserem Fabian Hubert zwei echte Schwergewichtler. Fabian wollte unbedingt vor heimischem Publikum mit einem erfolgreichen Einstand beweisen, dass er die großen Fußstapfen seines Bruders Henry gut ausfüllen kann. Dieser Siegeswille führt nach 3:26 min zu einer Festhalte und sofortiger Aufgabe da sich Schulz bei dieser Aktion unglücklich an der Rippe verletzt.
Nach kurzer ärztlicher Versorgung steht der Berliner in Wiesbadener Diensten aber wieder auf eigenen Füßen und die Tafel zeigt den überraschend deutlichen Zwischenstand von 4:1 für Leipzig.
Auf Wiesbadener Seite betritt nun der Juniorenweltmeister und EM Fünfte Wiezcerzak die Matte. Aber auch mit diesem Ausnahmekämpfer ist an diesem Tag in Leipzig kein Punkt zu holen. Der Leipziger Kapitän Robert Gess liefert vor der brodelnden Heimkulisse einen beherzten Kampf und trotzt dem Talent aus Frankfurt ein Unentschieden ab.
Im letzten Duell der Hinrunde liefert Rene Kirsten einmal mehr eine sehenswerte Uchi-Mata Show ab und sorgt für den euphorisch gefeierten Halbzeitstand von 5:1 für Leipzig.
In der Rückrunde machen unsere drei Heimkehrer dann den Sack zu und begeistern dabei mit Ippon-Judo:
Mann des Tages Manuel Viehweg wirft nach atemberaubenden Wurfansätzen einen spektakulären Hiza-Guruma, Johannes Herzig spielt seine ganze Erfahrung aus und kontert Christoph Siegel mit einem krachenden Tani-Otoshi aus, und auch Schwergewichtler Fabian Hubert siegt nach zweieinhalb Minuten erneut mit vollem Punkt.
Als am Ende das offizielle Ergebnis von 9:4 verkündet wird, applaudieren 1.000 Fans und stehend ihrem Team.
Beim anschließenden ersten JCL-Sommerfest wurde bis spät in die Nacht ausgelassen gefeiert und die Kämpfer gaben in der Aktion „your fighter is your DJ“ noch einmal an den Turntabeln Gas.
Am Ende waren sich vom Alumni bis hin zum Fernsehteam wieder alle Anwesenden einig, dass das trotzige Motto am Anfang der Saison richtig gewählt wurde:
„Leipzig, also erstklassig!“
Bilder und link zum MDR Fernsehbericht unter
www.bundesliga-leipzig.de
| 1. | UJKC Potsdam | 4 |
| 2. | JC 90 Frankfurt (Oder) | 4 |
| 3. | JC 66 Bottrop | 2 |
| 4. | Hamburger JT | 2 |
| 5. | SUA Witten | 0 |
| 6. | Hertha Walheim | 0 |
| 1. | TSV Abensberg | 4 |
| 2. | JC Leipzig | 4 |
| 3. | KSV Esslingen | 4 |
| 4. | TSV Großhadern | 0 |
| 5. | JSV Speyer | 0 |
| 6. | JC Ettlingen | 0 |
| 1. | JC 66 Bottrop | 4 |
| 2. | 1.JC Mönchengladbach | 2 |
| 3. | PSG Brandenburg | 2 |
| 4. | JC Osnabrück | 2 |
| 5. | Hamburger JT | 0 |
| 6. | TuS Hermannsburg | 0 |
| 7. | SUA Witten | 0 |
| 1. | JC Leipzig | 4 |
| 2. | Kim-Chi Wiesbaden | 4 |
| 3. | TSG Backnang | 3 |
| 4. | TSV Großhadern | 3 |
| 5. | JC Wiesbaden | 2 |
| 6. | JSV Speyer | 2 |
| 7. | KSV Esslingen | 0 |
| 8. | SC Gröbenzell | 0 |
| 9. | PSV Weimar | 0 |
| 1. | TSV Bayer 04 | 8 |
| 2. | KSC ASAHI Spremberg | 7 |
| 3. | 1.JC Mönchengladbach | 5 |
| 4. | Bushido Köln | 4 |
| 5. | JC Eberswalde | 4 |
| 6. | Judo in Holle | 4 |
| 7. | SV Motor Babelsberg | 0 |
| 8. | PSV Bochum | 0 |
| 1. | JC Rüsselsheim | 7 |
| 2. | JC Wiesbaden | 6 |
| 3. | Samurai Offenbach | 6 |
| 4. | TSG Backnang | 6 |
| 5. | VFL Riesa | 3 |
| 6. | SV Halle | 2 |
| 7. | TV Erlangen | 1 |
| 8. | BC Karlsruhe | 1 |
| 1. | VFL Stade | 5 |
| 2. | Stella Bevergern | 5 |
| 3. | Osnabrücker TB (OTB) | 4 |
| 4. | PSV Duisburg | 4 |
| 5. | Adler Bottrop | 4 |
| 6. | Budokan Lübeck | 3 |
| 7. | JC Wermelskirchen | 2 |
| 8. | MTV Vorsfelde | 1 |
| 1. | VfL Sindelfingen | 6 |
| 2. | JC Oberhaid | 4 |
| 3. | JT Rheinland | 4 |
| 4. | HTG Bad Homburg | 4 |
| 5. | TV Altdorf | 3 |
| 6. | SG Eltmann | 3 |
| 7. | BC Karlsruhe | 2 |
| 8. | Chemnitzer PSV | 2 |