• 1. Bundesliga Männer

    Bleibt Viertelfinale Thema?

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    Der JC Rüsselsheim hofft nach zwei Auftaktpleiten daheim gegen den KSV Esslingen auf Zählbares. Kampfbeginn in der Großsporthalle Rüsselsheim ist am Samstag um 18:00 Uhr

    Trotz ordentlicher Leistungen hat es an den ersten beiden Bundesliga-Kampftagen nicht zum Punkten gereicht. Doch am Samstag rechnet sich der Judo-Club Rüsselsheim durchaus Chancen auf das erste Erfolgserlebnis dieser Saison aus. „Wenn wir einen guten Tag haben, dann können wir mindestens ein Unentschieden erreichen“, gibt sich Kämpfer Tobias Schirra vor dem Heimkampf am Samstag um 18 Uhr in der Großsporthalle gegen KSV Esslingen optimistisch. Auch Marcel Müller, Sportlicher Leiter und Zweiter Vorsitzender des JCR, wirkt zuversichtlich: „Da ist schon was drin. Esslingen hat uns ja meistens ganz gut gelegen. Es gab oft nur knappe Ergebnisse. Deshalb haben wir da sicher mehr Chancen als in den ersten beiden Kämpfen. Aber es hängt viel von der Tagesverfassung ab.“ Müller ist jedoch klar, dass mit dem Tabellenzweiten aus Esslingen kein leichter Gegner auf seine Mannschaft zukommt. Vor allem Rene Schneider bis 73 kg, Sven Heinle im Schwergewicht und Steffen Hoffmann bis 66 kg seien „nur schwer zu knacken“. Nach einem 7:7 zum Rundenauftakt in Leipzig hat sich der KSV zuletzt beim TSV Großhadern 8:6 behauptet. Damit ist der Halbfinalist der vergangenen Saison erster Verfolger von Rekordmeister TSV Abensberg. Fans in der Großsporthalle einen tollen Kampf bieten Rüsselsheim steht indes punktlos am Tabellenende. Will sich das Team um Trainer Andreas Esper die Aussicht auf den erneuten Einzug ins Viertelfinale erhalten, muss gegen Esslingen am Samstag etwas Zählbares her. Druck lastet aber nicht auf den Gastgebern, gibt es doch in dieser Saison aufgrung der Bundesliga-Reform bekanntlich keinen Absteiger. Dennoch will der JCR am Wochenende alles daransetzen, seinen Fans in der Großsporthalle einen tollen Kampf zu bieten. Auch Eduard Trippel, Deutscher Meister bis 90 kg, ist wie schon gegen Großhadern und Abensberg am Start. Zudem stünden gute Verstärkungen aus dem Ausland zur Verfügung, betont Marcel Müller. Auch Tobias Schirra traut seiner Mannschaft einiges zu am Samstag. Schließlich hatte er sie trotz der klaren Niederlagen schon an den ersten beiden Kampftagen „vom Leistungsunterschied her“ nicht weit weg gesehen von den Favoriten. Beim 4:10 gegen Abensberg gingen neun, beim 3:11 gegen Großhadern sieben Duelle über die volle Kampfzeit. „Da war auf jeden Fall mehr drin“, meint Schirra, der gerade im zurückliegenden Heimkampf gegen Abensberg beim knappen 3:4-Rückstand zur Pause auf ein besseres Ergebnis gehofft hatte. „Aber“, so merkt Müller bedauernd an, „dann sind ein paar Dinge gegen uns gelaufen, und am Ende ging es dann etwas zu deutlich aus.“ Das soll nun am morgigen Samstag anders werden. Dabei würde sich besonders Schirra, Deutscher Meister von 2015 in der 73 kg-Klasse, ein gutes Ergebnis wünschen. Denn der Maschinenbau-Doktorand an der Uni Darmstadt, der in diesem Jahr wegen des Antritts seiner Promotionsstelle etwas kürzer tritt und sein Trainingspensum erst einmal auf drei bis vier Einheiten pro Woche heruntergeschraubt hat, wird am Sonntag 26 Jahre alt. Ein Grund, mit der Mannschaft hineinzufeiern – und hoffentlich auf etwas Zählbares gegen Esslingen anzustoßen. Schirra: „Das wäre ein schönes Geschenk.“