• 1. Bundesliga Männer

    Endstation Viertelfinale

     c280x210 280x210 24 09 2016 jcl wittenFoto: Alex Berg / JCL-Presseabteilung

    Leipzig scheitert an sich selbst - Heimsieg am Ende zu knapp. Witten zieht verdient ins Final-Four ein. Schönes Judo und knisternde Spannung gab es für das Publikum dennoch.

    "Des einen Freud ist des anderen Leid." So könnte man den 24.09. konstatieren. Als die Leipziger vom kurzfristigen Ausfall Moritz Plafkys erfuhren und Marcel Haupt, der zwei Wochen zuvor für zwei Punkte im Superleichtgewicht für Witten sorgte, mit sichtbarem Wohlfühlgewicht zur Mittagszeit in Leipzig eintraf, witterte man in der Brüderhölle die erhoffte Chance die Niederlage in Witten doch noch begradigen zu können. Denn so galt es, maximal vier Punkte abzugeben und den Rest in heimischer Halle zu verteidigen. Die Punkte im Superleichtgewicht in Leipzig zu halten hätte also zum Meilenstein werden können. Wäre da nicht der Konjunktiv. Zwar mussten sich die Leipziger zunächst lediglich zwei mal den Olympiastartern Wittens, nämlich Dirk van Tichelt (73kg, BEL), zwei mal geschlagen geben. In Durchgang eins Philipp Mackeldey, der zunächst in Führung lag. Und zum zweiten Costel Danculea mit zwei zu drei Shidos. Auch gegen Mihael Sgank (90kg, SLO) waren Kirsten und Conrad alles andere als chancenlos, im Gegenteil, am Ende aber hatten jene Weltklasseleute das bessere Ende stets für sich. Viel schwerwiegender sind Punktausfälle durch Laszlo Szôke gegen Leon Philipp (66kg) mit einem Unentschieden und Fabian Hubert (+100kg) gegen Pierre Borkowski mit einer überraschenden Niederlage. Natürlich liegt es nach ganzen 28 Kampfbegegnungen in der Viertelfinalrunde niemals an einem einzelnen Sportler, jedoch kommt der geneigte Mathematiker nicht umhin festzustellen, dass ein einziger Leipziger Sieg mehr den Finaleinzug anderweitig geprägt hätte. Aber da ist er wieder - der Konjunktiv! Für die kommende Saison gilt es diesen aus dem Kampfalltag zu streichen, weniger unnötige Fehler zu machen, dann klappt es vielleicht auch mit der Finalrunde. Und so bleibt dieses Jahr die Gratulation an das sympathische Team aus Nordrhein-Westfalen, dass in Witten UND in Leipzig trotz einzelner personeller Probleme perfekt eingestellt schien. Die Punktlandung der Viertelfinalrückrunde zum Finaleinzug feierten dann die Grünjacken im Chocolate Leipzig, dem Club, der eigenlich für die JCL-Siegesfeier, für den Fall der Fälle vorgesehen war. Aber so ist es im Sport - "Des einen Leid ist des anderen Freud." Oder so ähnlich...

    STS