• 1. Bundesliga Männer

    Erstes Unentschieden dank willensstarker Aufholjagd

     c280x210 280x210 offenbachFür die Judofighters Rhein-Neckar war Aufgeben keine Option.

    Beim Aufsteigerduell mit dem Samurai Offenbach schienen die Judofighters Rhein-Neckar schon geschlagen. Dank einer kämpferischen zweiten Halbzeit machten die Heidelberg-Mannheimer den 5:2 Rückstand wett und sicherten ihren ersten Bundesligapunkt.

    Da die Judofighters an den ersten beiden Kampftagen gegen den JC Leipzig und den TV Erlangen je 9:5 unterlagen, mussten gegen den alten Bekannten aus Liga zwei die ersten Zähler her. Voller Erwartungen angereist war der Auftakt mehr als ernüchternd, Offenbach startete mit einem 4:0-Lauf. Dennis Klein (-73 kg), Finn Seeger (-81 kg), Sascha Barth (+100 kg) und Felix Stasch (-66 kg) verloren vorzeitig mit Ippon, zweimal davon schon in der ersten Kampfminute. Die Halle tobte, ein absoluter Kaltstart. Tobias Diehl (-90 kg) hielt das Judoteam aus Heidelberg und Mannheim allerdings im Rennen, nachdem der hochgestellte Jannis Hill bis 100 kg verlor, sicherte Jan Mollet (-60 kg) trotz einem Blitz-Waza-Ari von Brian-Miles Smith einen überlebenswichtigen Punkt für die Judofighters.

    "Nach dem 5:2 Rückstand hätte kaum einer geglaubt, dass wir noch einen Blumentopf gewinnen", reflektierte Trainer Stefan Saueressig, "aber wir haben uns ran gekämpft und gezeigt, dass Aufgeben keine Option ist." In der Pause wurde die Mannschaft ordentlich durchgemischt. Prompt blieben die Punkte bis 73 kg und 81 kg auf Seiten der Kurpfälzer. Dass auch Mirco Ohl gegen Kamil Grabowski im Schwergewicht den Kürzeren ziehen würde war zu erwarten, jedoch gewann Jonas Mollet (-66) eine der Schlüsselbegegnungen gegen Fabian Kühn. Nur noch 6:5. Offenbachs Top-Grieche David Tsokouris kämpfte diesmal bis 90 kg. Tobias Diehl lieferte sich mit ihm einen spannenden Schlagabtausch, letztendlich hatte Tsokouris die konsequenteren Ansätze und holte Punkt sieben für die Heimmannschaft. Vor 81-Kilo Mann Finn Seeger stand gegen den 100er Felix Herbst folglich eine schwere Aufgabe. Was an Kraft und Gewicht fehlte, wurde durch Herz und Wille erfolgreich wettgemacht. Obwohl Seeger bei seinen Attacken mehrmals beinahe umgedrückt wurde, warf er nach fünf Sekunden im Golden Score noch einmal alles rein. Durch einen unnachgiebigen Zug an der Hand fiel Herbst auf die Seite – Waza-Ari. Tosender Jubel brach aus, diesmal auf Seiten der Gäste. Da Simon Fischer von den Gastgebern verletzt nicht antreten konnte, reichte es zum 7:7 Ausgleich und zum ersten Ligapunkt der Judofighters.

    "Das Team hat ein unglaubliches Unentschieden geholt, für mich hat das gezeigt, dass wir in der 1. Liga angekommen sind", lobte Trainerin Carmen Bruckmann die Mannschaftsleistung. Ein wichtiger Punkt für die Tabelle sowie für die Moral, denn als nächstes kommt der Rekordmeister TSV Abensberg.

    Von: Matteo Hill