Unerwartet deutlich viel am Ende das Ergebnis mit 10:3 am zweiten Kampftag der Judo Bundesliga für den KSV Esslingen gegen den TSV Großhadern aus. Da die Gäste aus München im Stau auf der A8 fest steckten verzögerte sich der Beginn des Doppelkampftags erstmal um 10 Minuten. Während der ersten Frauen Kämpfe blieb den Münchnern dann aber genug Zeit sich aufzuwärmen bevor es mit der ersten Runde los ging.
Schon nach 16 Sekunden ging der erste Punkte durch Martin Schumacher an Esslingen (-60 kg). Auch René Schneider brauchte gegen Valentin Larasser (-73 kg) keine Minute. Bis 90 Kilogramm war der Kampf zwischen Michael Pinske und Simon Glockner ausgeglichen, bis der Münchner einen direkten Ausheber startete und dafür disqualifiziert wurde. Bis 100 Kilogramm baute Toma Nikiforov die Führung weiter aus. Bis 81 Kilogramm lieferten sich Niklas Ebert und der ungarische internationale Topathlet Lazlo Csokynai den spannendsten Kampf des Abends. Früh ging der Münchner mit einem Yuko in Führung, doch Ebert konnterte mit Waza-ari. Erst in der letzten Minute war es dann ein Waza-ari von Csoknyai der wiederum den Münchner nach vorne brachte. Auch bis 66 Kilogramm lieferten sich Steffen Marlock und Georg Reiter ein heißes Duell. Ein Konter auf Seoi nage brachte in der bis dahin punktelosen Begegnung den Sieg für Esslingen. Im letzten Kampf der Hinrunde baute Sven Heinle (+100 kg) die Esslinger Führung weiter aus.
Mit einem 6:1 Zwischstand konnte der KSV beruhigt in die Rückrunde starten. Durch klare Siege von Martin Schumacher (-60 kg) und René Schneider (-73 kg) stand schon nach zwei Kämpfen fest das der KSV uneinholbar in Führung lag. Bis 90kg musste Peter Abel gegen den hochgestellten Florian Lackner an den Start. Ein Armhebel brachte in diesem Kampf die Entscheidung für Esslingen. Bis 100 kg ging Christian David früh gegen Toma Nikiforov in Führung und konnte dies Führung bis zum Kampfende gut verteidigen. Laszlo Csoknyai siegte erneut bis 81 Kilogramm und holte damit den letzten Punkt der Gäste. Bis 66 Kilogramm zeigte Sven-Alan Fischer eine starke Leistung gegen den international erfolgreichen Österreicher Georg Reiter und sicherte ein Unentschieden, bevor Helge Molt im letzten Kampf nochmals einen Überraschungs-Ippon zum 10:3 Endstand zauberte.
Dank des besseren Punkteverhältnis übernimmt der KSV nun die Tabellenführung in der Gruppe Süd vor dem deutschen Rekordmeister TSV Abensberg.