• 1. Bundesliga Männer

    SUA Witten: Abschlussfahrt mit „Packung“

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    KSV Esslingen - Sport-Union Annen10:3 Für die Judoka der Sport-Union Annen ist die Bundesliga-Saison beendet. Am Samstag setzte es im Viertelfinale beim KSV Esslingen mit einer besseren Regionalliga-Mannschaft eine deutliche 3:10-Niederlage. Die Bronze-Medaille, die man in der Vorsaison gewann, können sich die Wittener nun für 2011 abschminken.

    Foto: Einen der drei Wittener Punkte in Esslingen steuerte Florian Heimlich (li.) bei, holte zudem ein Remis und war damit bester SUA-Judoka.

    von Oliver Schinkewitz

    Es war abzusehen, dass es eine Herkules-Aufgabe für die Rumpftruppe der SU Annen werden würde - immerhin fehlte nahezu der komplette Stamm, der die Wittener überhaupt erst ins Viertelfinale gebracht hatte. Schon vorab hatte man sich ob der Personalsorgen dagegen entschieden, die holländischen Judoka loszueisen - „da hätten wir ohnehin wohl nur einen bekommen, da die auch anderweitig im Einsatz waren“, erklärt Annens Manager Matthias Kiehm, der das Team gemeinsam mit Jochen Plate und Ringo Wittig anstelle des verhinderten Trainers Andreas Reeh in Baden-Württemberg betreute. Auch Benjamin Behrla wurde nicht eigens nach Esslingen beordert - „das hätte auch gar keinen Sinn gemacht. Er soll sich auf den Grand Prix in Amsterdam in drei Wochen konzentrieren“, so Kiehm.

    Und so reisten die Annener mit arg geschrumpften Chancen nach Süddeutschland, holten sich dort die befürchtete Klatsche ab und werden nur Zuschauer sein, wenn die Endrunde am 26. November in Potsdam ausgetragen wird. „Das war keine wirkliche Bundesliga-Mannschaft“, hakte Ringo Wittig das 3:10 schnell ab - schließlich stand nur eine Handvoll Erstliga-erfahrener SUA-Kämpfer auf der Matte, ansonsten vertraute man auf Regionalliga-Akteure. „Die Jungs haben ihre Sache dann auch richtig gut gemacht - mehr war in der Konstellation nicht drin“, so Wittig weiter.

    Die Esslinger hatten den Weltranglisten-notierten Georgier Varlam Liparteliani eingeflogen - beim KSV war man davon ausgegangen, dass zumindest Benjamin Behrla in der 100-kg-Klasse antreten würde. Gegen Marcello Greco (+100 kg) und Stefan Langwald (-100 kg) kam der Georgier dann ohne große Mühe zu zwei sicheren Punkten.

    Auf Seiten der Wittener überzeugte am Samstagabend vor allem Florian Heimlich. Er sorgte im ersten Durchgang nach einem 0:5-Rückstand der SUA für die Erlösung und den ersten Zähler, als er Julian Maier (-81 kg) bezwang. Im zweiten Durchgang durfte er gleich noch mal ‘ran, holte diesmal zumindest ein Remis gegen Felix Kurz, wurde dabei sogar ein wenig von den Unparteiischen benachteiligt. „Eigentlich hätte man ihm eine weitere Wertung geben müssen“, so Wittig.

    Die beiden weiteren SUA-Punkte besorgten der ins 66-kg-Limit aufgerückte Marcel Haupt (starke Vorstellung gegen Steffen Marlock) und im letzten Kampf des Tages Marcello Greco (+100 kg) gegen Jörn Linckh. „Da hat Marcello wirklich gut gekämpft - immerhin ist es ja nicht leicht, sich bei einem 2:10-Rückstand noch mal zu motivieren“, ergänzte Ringo Wittig nach dem Viertelfinal-Aus der SU Annen.

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