• 1. Bundesliga Männer

    Spannung bis zuletzt beim Heimkampf gegen den JC Ettlingen

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    Der JC Ettlingen reiste mit hochkarätigen Kämpfern nach Abensberg zu einer Begegnung, die von sehr spannenden und engen Kämpfen geprägt war. Auf Seiten der Abensberger standen mit Travis Stevens (bis 81kg) und Andreas Tölzer (+100kg) zwei Olympiastarter, die international etabliert sind. Dazu standen mit Sven Maresch (bis 81kg, ebenfalls qualifiziert für die Spiele in London, aber nicht nominiert, da aus jedem Land nur ein Starter fahren darf), Fabian Seidlmeier (bis 71kg) und Robert Dumke (bis 90kg) weitere aktuelle Spitzenathleten des deutschen Judo auf der Matte.

    Die Ettlinger konnten mit einem Kader aus ehemaligen deutschen Meistern der Junioren und Senioren, zumindest auf dem Papier, gut mithalten. Dazu kamen zwei georgische Nationalkämpfer, Levan Tsiklauri (bis 81kg) und Lasha Guruli (bis 100kg).

     Das Endergebnis von 8:3 für den TSV Abensberg spricht für sich: 3 Kämpfe wurden unentschieden beendet. 6 Kämpfe gingen über die volle Kampfzeit, wurden also mit teils kleinen Wertungen gewonnen.

    Gerhard Zeitler, ehemaliger Deutscher Meister der U20, eröffnete den Kampftag bis 66kg gegen Frank Conrad, mehrfacher Deutscher Meister, aktuell amtierender Vize-Deutscher Meister. Conrad gewann in einem rasant geführten Duell der taktisch ähnlich aufgestellten Kämpfer letztendlich mit einem halben Punkt (Waza-ari).

    Anschließend glich Philip Graf, ehemaliger Deutscher Meister der U20, durch einen Sieg, ebenfalls mit Waza-ari, aus gegen den jungen Marcel Pristl.

    Im nächsten Kampf zeigte der Abensberger Koloß, Andreas Tölzer, im Schwergewicht seine Spezialtechniken und besiegte den Vize-Deutschen Meister, Levent Weiß mit Waza-ari und anschließendem vollem Punkt (Ippon) für einen perfekten Fußfeger.

    Travis Stevens (bis 81kg) mußte in einem sehr hart geführten Kampf gegen den Georgier Levan Tsiklauri über die volle Kampfzeit gehen, ehe er die Begegnung mit einem kleinen Vorteil (Yuko) für sich entscheiden konnte.

    Dominik Gerzer, Dritter der deutschen Einzelmeisterschaften 2011, düpierte den georgischen Nationalkämpfer Lasha Guruli mit Warza-ari und anschließender Ippon-Wertung.

    Fabian Seidlmeier, in der Vergangenheit mehrfach Deutscher Meister, trat bis 73kg an gegen Garlef Eder, seines Zeichens mehrfacher Deutscher Meister bei den Junioren. Die beiden Kämpfer waren gut aufeinander eingestellt, sodaß trotz eines sehr spannenden Kampfes keine Wertungen fielen und die Begegnung unentschieden beendet wurde. Abschließend holte Robert Dumke, zweifacher Deutscher Meister bis 90kg gegen Simon Kristen den letzten Sieg im ersten Durchgang.

    In der zweiten Runde konnte Ivan Radu bei einem Zwischenstand von 5:1 dem Nachwuchs eine Chance geben.

    So trat bis 66kg der amtierende deutsche Meister bis 55kg der U20, Dennis Johannson an gegen Frank Conrad. Johannson, der am Kampftag seinen 18. Geburtstag feierte, mußte sich der größeren Kraft und dem höheren Gewicht Conrads beugen. Anschließend gelang Manuel Scheibel bis 60kg gegen Marcel Pristl in einem sehr dynamischen Kampf ein wichtiges Unentschieden.

    Andreas Tölzer machte mit einem perfekten Wurf seine Überlegenheit in der Schwergewichtsklasse einmal mehr offensichtlich. Im anschließenden Kampf bis 81kg trafen der international erfahrene Sven Maresch auf Levan Tsiklauri. Diesem gelang es nach einem sehr offensiven Kampf, Maresch zu kontern und Ippon zu werfen.

    Für Dominik Gerzer lief die anschließende Neuauflage des Erstrundekampfes bis 100kg gegen Lasha Guruli anders als erwartet: Der Georgier hatte sich für Runde zwei sehr gut auf Gerzer eingestellt und verhinderte durch harten Griffkampf und ständige Angriffe wirkungsvolle Aktionen von seitens Gerzers. Letztendlich ging der Kampf unentschieden aus. Fabian Seidlmeier siegte bis 73kg gegen Patrick Sieger, mehrfacher Deutscher Meister bei den Junioren, nach einem sehr schnell geführten Duell mit vollem Punkt. Robert Dumke gelang bis 90kg gegen den ehemaligen Europameister der U20 und langjährigen Nationalkaderkämpfer, Dennis Huck, nach einem von beiden Seiten aggressiv gestalteten Kampf eine abschließende Ippon-Wertung.

     „Das Endergebnis von 8:3 für uns zeigt, wie stark unsere Mannschaft in jeder Besetzung ist. Heute hatten wir viele unserer Stars anderweitig im Einsatz. Dennoch ist auf jeden einzelnen Kämpfer Verlaß, wir haben einen sehr guten Kader an etablierten Stammkämpfern. Dies war heute gegen die durchaus sehr starken Ettlinger gut zu sehen. Die teils sehr engen Kämpfe zeigen, daß die Bundesliga heuer sehr spannend ist. Daher freuen wir uns auf die nächsten Begegnungen im September, nach den Olympischen Spielen“, so Ivan Radu, Mannschaftskapitän des TSV Abensberg.