• 1. Bundesliga Männer

    schmerzhafter Besuch in Witten

    Hubert gg BorkowskiQuelle: Erik Gruhn (DJB)

    Leipzig verliert in Witten die Viertelfinalhinrunde. "Erst hatte man kein Glück - und dann kam das Pech dazu." Witten siegt am Ende verdient, wenn vielleicht auch etwas zu hoch ...

    Das hatten sich die Leipziger anders vorgestellt. Hochmotivert und konzentriert wollte man dem Gegner in Witten begegnen, doch mit dem ersten Hajime des Tages lief die Begegnung den Leipzigern aus dem Ruder. Routinier Thomas Pille (100kg) fand genauso wenig ein Mittel gegen seinen Gegner wie der danach kämpfende Florian Pachel (60kg), somit konnten Strote und Haupt dies ersten beiden Punkte für Witten einfahren. Fabian Hubert (+100kg) dominierte Borkowski und schickte nach seinem Sieg Stoßgebete in Form von Siegesgebrüll gen Himmel und zu seinen Teamkameraden um hier eine Wende einzuläuten. Doch er blieb ungehört. Valeriu Duminica (81kg) verliert umstritten gegen den beherzt kämpfenden Martin Matijass. Szôke (66kg) ohne Probleme gegen Malewany. Kapitän Conrad (90kg) scheitert trotz Waza-Ari-Führung noch gegen den Slovenen Zgank. Mackeldey (73kg) verkürzt souverän. Halbzeitstand 4:3 für den Gastgeber.

    Zu diesem Zeitpunkt hoffte man aus Leipziger Sicht die dunkelste Stunde schon gesehen zu haben - doch die Judogötter können grausam sein... Durchgang zwei: Beim zurückliegenden Herbst (100kg) lief die digitale Uhr in der Wittener Halle drei ganze Kampfunterbrechungen in Folge durch, wovon am Ende 3 sek gutgeschrieben wurden. Symptomatisch für jenen Tag, dass der der Wertung hinterherrende Herbst dann auch noch auf einen Ippon aufsteigt. Haupt (60kg) mit Dienst nach Vorschrift gegen Youngster Lammers. Zwischenstand: 6:3  Unwillig die Fälle davon schwimmen zu sehen wollte Hubert (+100kg) mit aller Macht seinen Beitrag leisten. Zu ungeduldig vorwärtsgehend bot er de la Croes aus den Niederlanden damit die Chance für einen Bilderbuch Ura-Nage. Warum im Anschluss die Hohe Wertung durch Konter vom Olympioniken Duminica (81kg) keine Belohnung fand, bleibt den Leipzigern bis heute verborgen. Nach Führung erhält der Moldawier in der vorletzten Aktion einen Shido um in der letzten Sekunde eine Wertung und somit den Kampf abzugeben. Die Wittener Zuschauer standen Kopf. Die Halle tobt. 8:3 für Witten. Ehrmann (66kg), ähnlich wie Szôke, schnell zum Sieg. Conrad (90kg) verliert in Neuauflage erneut gegen den slowenischen Olympiastarter. Chefcoach Danculea (73kg) sorgt noch etwas für Kosmetik am Ergebnis, mehr aber auch nicht. Leipzig muss sich auswärts 5:9 geschlagen geben. Den sympathischen Wittenern gratuliert Leipzig auch wenn ein 7:7 nach den gesehenen Begegnungen dem Endergebnis vielleicht gut getan hätte. Aber erste Liga ist erstens kein Wunschkonzert und außerdem hatten die Leipziger 14 Kämpfe um zu zeigen, wem das Final Four-Ticket zusteht. A propos 14 Kämpfe - genauso viele Kämpfe und damit Punkte sind noch zu vergeben. Soll heißen die Leipziger haben sich die Messlatte zum Finale so hoch gelegt, wie sie nur konnten. Was aber keinenfalls heißen soll, dass sich die Leipziger geschlagen geben. Auf den Plakaten in der Stadt steht geschrieben "Gemeinsam ins Finale" - und an diesem Motto möchte man festhalten. Wer sich diese Aufholjagd live ansehen möchte, kann sich online sein Ticket sichern:  http://www.jc-leipzig.de/termin/playoffs-rueckrunde/

    STS