• 2. Bundesliga Frauen

    Hermannsburger Judoka kämpfen wieder mit voller Leistung

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    Judotrainer Dieter Wermuth hat wieder Grund zu lächeln, seine Mannschaft hat sich am Wochenende durch zwei Siege von Tabellenplatz sieben auf den dritten Platz der 2. Bundesliga gesetzt. Beim zweiten Wettkampftag in Stade gewann der TuS Hermannsburg mit 4:3 gegen Budokan Lübeck und 5:2 gegen den VfL Stade. „Das war super, wir waren fast komplett. Damit ist die Anspannung vom ersten Wettkampftag verflogen“, sagt Wermuth.

    HERMANNSBURG. Motiviert fuhren die Hermannsburgerinnen zum zweiten Wettkampftag nach Stade. Die Niederlage und das Unentschieden beim Saisonauftakt wollten die Judoka nicht auf sich sitzen lassen. Lediglich auf Paula Sommer musste das TuS-Team verzichten. Um die Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm besetzen zu können, sprang Viola Garmatter ein, die aufgrund ihres Studiums seit drei Jahren nicht mehr aktiv war. Kurzfristig fiel dann Dörte Müller (bis 78 Kilogramm) aus, nachdem Lena Busemann (über 78 Kilogramm) ihrer Teamkollegin während des Aufwärmens versehentlich die Nase brach.

    „Wir waren froh, dass wir trotz Ausfällen in allen Klassen antreten konnten“, sagt Wermuth. Nicht ganz zufrieden war der Trainer aber mit dem Sieg gegen Stade, der mit 4:3 unerwartet knapp ausging. „Leider entscheidet beim Judo der Bruchteil einer Sekunde über eine Niederlage. Das musste auch Imke Schumann in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm erfahren“, sagt er.

    Gegen den Gastgeber Stade war Schumann konzentrierter und holte einen Punkt für ihr Team, das insgesamt einen 5:2-Sieg einfuhr. Anika Wohlers musste hingegen eine schnelle Niederlagen hinnehmen. Nach nur neun Sekunden wurde sie von Beke von Ahnen auf die Matte geworden. „Das ist eine starke Konkurrentin von Anika. Von Ahnen hatte am Sonnabend einfach die besseren Karten“, sagt Wermuth.

    Die Überraschung des Tages sollte danach kommen. Die TuS-Damen lagen 2:0 gegen Stade zurück bis Inken Hildebrandt (über 78 Kilogramm) bei ihrem zweiten Einsatz für Hermannsburg gegen die Favoritin Sara Finke nach 1:11 Minuten gewann. „Ich habe Inken eingesetzt, damit sie Erfahrung sammelt. Dass sie dann auch noch gewonnen hat, ist sensationell“, sagt Trainer Wermuth, der sein Team wieder auf einem Tabellenplatz sieht, auf den es seiner Meinung nach gehört.

    Den nächsten Kampf bestreitet die Judoka gegen JC Wermelskirchen und Adler Bottrop am 14. Juni in der eigenen Halle.

    Quelle: Cellesche Zeitung  / Autor: Johanna Müller