• 2. Bundesliga Frauen

    Hermannsburger Judoka mit Platz drei hochzufrieden

     c280x210 280x210 9430 miriGleich ist Schluss und der Kampf gewonnen: Miriam Garmatter (blau) befördert Inken von der Recke vom Brander TV auf die Matte

    Die Judo-Frauen des TuS Hermannsburg haben die 2. Bundesliga-Saison auf dem dritten Platzabgeschlossen. Mit dieser Platzierungen zeigten sich die Kämpferinnen sowie Trainer Dieter Wermuth zufrieden. Am letzten Kampftag gab es einen 4:3-Erfolg über Brander TV. Anschließend mussten sich die Hermannsburgerinnen dem MTV Vorsfelde 3:4 geschlagen geben.

    HERMANNSBURG. Die Judo-Frauen des TuS Hermannsburg haben ihre Saisonziele erreicht. Nach einem holprigen Saisonauftakt steigerte sich das TuS-Team, zeigte gute Leistungen und sicherten sich in der Abschlusstabelle Platz drei. Eine Platzierung, mit der sich Trainer Dieter Wermuth voll und ganz zufrieden zeigte.

    „Wir waren uns einige, dass wir nicht wieder in die erste Liga wollen“, so Wermuth. „Dazu fehlt uns das Geld. Denn mittlerweile werden Kämpferinnen auch eingekauft. Da können wir nicht mithalten“, so der Hermannsburger Trainer. In der 2. Liga fühlt sich die TuS-Riege gut aufgehoben. Und das hat das Team auch am vierten und letzten Kampftag der Saison gezeigt. Mit einem 4:3-Sieg gegen den Brander TV starteten sie in den Tag. Anschließend mussten sich die TuS-Frauen den Gastgeberinnen vom MTV Vorsfelde mit 3:4 geschlagen.

    Anika Wohlers (bis 48 Kilogramm) präsentierte sich nach einer Verletzungspause wieder in alter Stärke. Sie siegte in beiden Begegnungen mit der höchsten Wertung Ippon. „Anika hat wieder toll gekämpft“, sagt Wermuth. Auch Imke Schumann (bis 78 Kilogramm) und Miriam Garmatter (bis 57 Kilogramm) holten jeweils zwei Punkte.

    Garmatter erreichte gegen Janne Ahrenhold vom MTV Vorsfelde nach nur 22 Sekunden die höchste Wertung und damit das vorzeitige Ende das Kampfes. Ihre Gegnerin Inken von der Recke vom Brander TV besiegte sie nach 30 Sekunden. Paula Sommer fiel kurzfristig aus, doch glücklicherweise war die schwangere Janny Dammer van der Meer mitgereist und trat in der Klasse bis 63 Kilogramm an. „Sie hat dann gleich den Arm gehoben und damit den Kampf aufgegeben“, erzählt Wermuth. „Aber dadurch mussten wir wenigstens keine Strafe zahlen. Janny Einstellung ist einfach toll und unterstützt uns auch während der Schwangerschaft in der Halle“, sagt Wermuth.

    Inken Hildebrandt hatte einen schlechten Tag erwischt und verlor zweimal. Auch Yvonne Odink musste eine Niederlage hinnehmen. Nach 45 Sekunden holte Giovanna Scoccimarro vom MTV Vorsfelde mit zwei Wazari-Wertungen den Sieg. „Das Mädchen ist der absolute Überflieger“, sagt Wermuth über die gegnerische U18-Europameisterin und Weltranglistenerste.

    Doch schließlich kam den Hermannsburger die Niederlage gegen Vorsfelde ganz gelegen. Denn aufgrund der Tatsache, dass aus der 1. Bundesliga gleich zwei Mannschaften absteigen, wäre der Zweitplatzierte der 2. Liga in der Pflicht, aufsteigen zu müssen. Das wollten die Hermannsburger unbedingt vermeiden. Und das aus gutem Grund. „Wer auf einem Aufstiegsplatz ist und nicht aufsteigt, wird er in die Regionalliga zurückgeschickt“, erklärt Wermuth, der diese Regelung nicht unbedingt begrüßt.

    Zum Abschluss der Saison will das Team noch einmal gemeinsam Essen gehen – und dabei ein bisschen Abschied feiern. Denn in der kommenden Saison wird Hermannsburger Riege auf dann auf Paula Sommer und Imke Schumann verzichten. Sommer wechselt nach Wiesbaden und kämpft dort dann in der 1. Bundesliga. Schumann zieht es zurück zu ihrem Heimatverein Osnabrücker TB, der ein Jahr nach dem Regionalliga-Zwangsabstieg zurück in die 2. Bundesliga kommt. „Die Osnabrücker wollten damals wie wir nicht in die 1. Bundesliga und mussten deswegen in die Regionalliga“, erklärt Wermuth. Er würde die starke Kämpferin zwar gerne weiter in seinem Team haben, doch versteht sie und lässt sie gerne wieder in ihre Mannschaft gehen.

    Autor: Johanna Müller, am 29.09.2014 www.cellesche-zeitung.de