• 2. Bundesliga Frauen

    Judo-Frauen des TuS Hermannsburg wollen in die Bundesliga / Saisonstart am Samstag

    Miriam Garmatter beim Heimkampftag 2014

    Für die Judo-Damen des TuS Hermannsburg beginnt am Samstag eine weitere Saison in der 2. Bundesliga, die mit dem Aufstieg enden soll. Am ersten Wettkampftag hat die TuS-Riege auswärts gleich zwei Wettkämpfe zu bestreiten. Es geht gegen Stella Bevergern und den Brander TV.

    HERMANNSBURG. Nicht kleckern, sondern klotzen. Zumindest für Trainer Dieter Wermuth ist klar, wohin der Zug in der am Samstag beginnenden Saison in der 2. Judo-Bundesliga der Damen für den TuS Hermannsburg gehen soll. „Eigentlich ist geplant, dass wir durchmarschieren“, gibt der Coach ein klares Saisonziel vor. „Das ganze Rumgeeiere in der 2. Liga macht ja auf Dauer auch keinen Spaß“, sagt er. Nichts anderes als der Aufstieg in die Bundesliga soll es dann schon sein. „Das ist die Zielsetzung“, stellt Wermuth klar. „Und wenn das klappt, sehen wir mal weiter.“ In den vergangenen Jahren hatten die Hermannsburger diesen Schritt noch ausgeschlossen. Die eng gesteckten finanziellen Möglichkeiten der TuS-Judoka schlossen einen Gang in die deutsche Eliteliga aus.

    Am klammen Geldbeutel hat sich nichts geändert. Deshalb schließt es Wermuth jetzt und für die Zukunft aus, neue Kämpferinnen „einzukaufen“. „Da wehre ich mich gegen“, so Wermuth. Er gehe lieber einen anderen Weg und sei immer bestrebt, eine Mannschaft zusammenzustellen, in der es keine Missgunst gibt, weil die „eine Kämpferin mehr Geld bekommt als eine andere“. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist das A und O beim Hermannsburger Zweitligisten. Ohnehin ist Wermuth davon überzeugt, eine starke Riege zusammenzuhaben.

    Sein Team hat sich auf die nun beginnende Saison bestens eingestimmt. In der Vorbereitung stand auch ein Trainingslager auf dem Programm. Nach den harten Trainingseinheiten zog der Trainer eine positive Bilanz: „Wir haben eine tolle Truppe zusammen. Die Neuzugänge passen menschlich super zu uns.“

    Zwar hatten die Hermannsburger nach Abschluss der vergangenen Saison mit Lena Siebler (Karriereende), Paula Sommer (wechselte in die Bundesliga), Imke Schumann (zurück zum Heimatverein) und Sarah Hawkes (England) einige Abgänge zu verzeichnen. Doch mit Josina Wolany (Göttingen), Paula Borgonje (Niederlande), Kyra Quast (Siegen) und Regina Garmatter (eigene Jugend) sind auch vier Neue hinzugekommen. Zudem steigt Anne Byczkowicz nach einer einjährigen berufsbedingten Pause (Auslandsaufenthalt) wieder ein.

    Nur noch sechs Vereine (vorher acht) werden in dieser Saison an drei (vorher vier) Kampftagen in der 2. Bundesliga kämpfen. „Mit unserer 20-jährigen Zugehörigkeit in der ersten (vier Jahre) und zweiten Bundesliga, sind wir der ‚Dino‘ der Liga und gehören wieder zu den Favoriten“, ist sich Abteilungsleiter Frank Walzer sicher.

    Zum Auftakt geht es am Samstag zum Mitfavoriten Stella Bevergern ins Münsterland. Dort geht es gleich im ersten Kampf gegen den Brander TV, den Wermuth ebenfalls stark einschätzt. Für den TuS-Trainer fällt in diesem Wettkampf schon eine kleine Vorentscheidung im Wettstreit um den Aufstieg. „Die haben schon eine starke Riege“, glaubt er. „Außerdem ist es immer wichtig, im ersten Wettkampf zu punkten. Das gibt Selbstvertrauen für den Rest der Saison.“ Und die soll ja bekanntlich mit dem Aufstieg enden.

    Quelle: Cellsche Zeitung vom 23.04.2015 Autor: Uwe Meier - Foto: Benjamin Westhoff

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