• 2. Bundesliga Frauen

    TuS-Riege will Gegner auf die Matte legen

    Anika Wohlers will mit dem TuS Hermannsburg am Samstag zwei Heimsiege erkämpfen

    Hermannsburg. Allzu oft kommen die Judoka des TuS Hermannsburg nicht in den Genuss, sich vor heimischen Publikum zu präsentieren.

    Hermannsburg. Allzu oft kommen die Judoka des TuS Hermannsburg nicht in den Genuss, sich vor heimischen Publikum zu präsentieren. Nur einmal in der Saison geht die TuS-Riege in der 2. Bundesliga zu Hause auf die Matte. Und das wird in diesem Jahr am Samstag der Fall sein. Um 16:30 Uhr beginnt in der Sporthalle des Christian-Gymnasiums in Hermannsburg ein Wettkampftag, an dem der VfL Stade und anschließend JC Wermelskirchen zu Gast ist.

    Die Ziele für die Gastgeberinnen sind klar. "Wir gehen motiviert an die Sache heran", sagt Trainer Dieter Wermuth. "Und gerade zu Hause will man sowieso immer gewinnen." In einem Punkt rudert der Coach allerdings zurück. Vor dem ersten Wettkampftag, der mit einem Sieg und einer Niederlage geendet hatte, hatte er noch den Erstligaaufstieg ins Auge gefasst. Inzwischen will er die Erwartungshaltung etwas zurückschrauben, auch "aufgrund der personellen Situation". Denn mit Kira Quast (Virusinfektion) fällt den Hermannsburgern in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm eine wichtige Kämpferin für die Rest der Saison aus. "In dieser Klasse haben wir nichts Gleichwertiges aufzuweisen", sagt Wermuth. Das rein Sportliche sei die eine Seite, ein weiterer Aspekt sind die ständig erhöhten Auflagen, de vom Deutschen Judo Bund an Erstligisten gestellt werden. "Die machen den Sport kaputt", sagt das Judo-Urgestein und meint damit auch finanzielle Aspekte. Für alles und jeden würden Abgaben verlangt. Das Geld würde dann nahezu ausschließlich für die Spitzenleute aufgebraucht. "Da ist es doch verständlich, dass immer mehr Vereine sich aus den Topligen zurückziehen."

    Doch diese Gedanken sollen am Samstag keine Rolle spielen. Vielmehr will die TuS-Riege ihre Gegner auf die Matte legen. "Stade kennen wir aus den vergangenen Jahren sehr gut", so der Hermannsburger Trainer. "Gegen die haben wir eigentlich noch nie verloren." Daran soll sich auch am Samstag nichts ändern. Spannung verspricht die Begegnung gegen den derzeitigen Spitzenreiter JC Wermelskirchen, gegen die es in der vergangenen Saison eine Punkteteilung gab.

    Cellesche Zeitung vom 08.05.2015 Autor: Uwe Meier , Foto: Thomas Hilmer