• 2. Bundesliga Männer

    Die richtigen Lektionen gelernt

    Ali Nazarov feiert den ersten seiner beiden Ippon-SiegeAli Nazarov feiert den ersten seiner beiden Ippon-Siege

    Die Männer des JSV Speyer sind in der 2. Bundesliga Süd weiterhin in der Erfolgsspur. Mit einem souveränen 11:3 beim Aufsteiger HTG Bad Homburg hat das Team aus der Pfalz den dritten Sieg im dritten Kampf gelandet und ist nun alleiniger Tabellenführer.

    Der Georgier Gela Kelikhasvilli glänzte bei seinem Speyerer Debüt mit zwei schnellen Siegen. Mehrere andere Kämpfe waren allerdings hart erkämpft. Dass er trotzdem zu einem deutlichen Sieg reichte, wertete Teamchef Michael Görgen-Sprau positiv: „Das ist genau der Lerneffekt, den wir nach der vergangenen Saison sehen wollten, als wir viele enge Kämpfe unglücklich verloren haben.“

    Auch Tobias Teucke, der selbst zweimal erfolgreich war und im ersten Kampf über die volle Zeit kämpfen musste, sah in dem Auftritt in Bad Homburg eine willkommene Rückkehr zur alten Form: „Das war ein Auftritt wie wir ihn aus unseren Zweitligazeiten vor der letzten Saison kannten. Und so muss das auch sein, wenn wir um den Aufstieg mitkämpfen wollen.“
    Im ersten Durchgang waren es Kelikashvilli und Teucke, die die ersten beiden Punkte des Tages holten, bevor Ali Nazarov mit einem spektakulären Wurf nach nur 13 Sekunden auf 3:0 stellte. Deutlich härter umkämpft war das Duell bis 81 Kilogramm zwischen David Riedl und Sebastian Kalenberg, doch am Ende setzte sich Riedl durch und holte den vierten Punkt für den JSV. Nach weiteren Siegen von Simon Glockner und Andreas Benkert verhinderte eine Niederlage von Michael Bantle eine makellose Bilanz zur Pause. Mit dem Zwischenstand von 6:1 konnte Speyer aber dennoch zufrieden sein.
    Im zweiten Durchgang holten Kekiashvilli, Teucke und Nazarov ihre jeweils zweiten Siege, um den Gesamtsieg ihrer Mannschaft auch rechnerisch sicherzustellen. Dann musste David Riedl seinen Rückkampf abgeben.
    Die vorgeschriebenen Wechsel in der Aufstellung zum zweiten Durchgang hatte der JSV in den abschließenden drei Kämpfen vollzogen. Im Schwergewicht kam Dima Tsimakuridze ins Team und konnte seinen Kampf ebenso für sich entscheiden wie Martin Ludwig, der im letzten Kampf seinen ersten Sieg seit seiner Rückkehr nach Speyer einfuhr. Dazwischen lag eine knappe Niederlage von Jan Müller.
    „Das war eine bärenstrarke Mannschaftsleistung. Wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden, obwohl der Aufsteiger Bad Homburg sich gut präsentiert hat. Wir haben gesagt, dass wir unter die ersten drei wollen – und so müssen wir auftreten, wenn wir das schaffen wollen. Da sind wir auf einem guten Weg mit drei Siegen aus drei Kämpfen. Nun haben wir noch einen letzten Kampf vor der Sommerpause, am 1. Juli zu Hause gegen Riesa. Wenn wir da auch noch gewinnen, dann sind wir wirklich gut aufgestellt, und den Aufstieg zu schaffen“, So Michael Görgen-Sprau.

    Von: Seán McGinley / JSV Speyer