• 2. Bundesliga Männer

    Ein gefühlter Heimsieg – der Godesberger JC schlägt Tabellenführer Osnabrück zu Hause

    Devin Waldenburg (Godesberger JC) besiegt in der Gewichtsklasse -66kg den Osnabrücker Alexey GrigoryevDevin Waldenburg (Godesberger JC) besiegt in der Gewichtsklasse -66kg den Osnabrücker Alexey Grigoryev

    Nochmals wie in Braunschweig wollte der Godesberger Head-Coach Florin Petrehele nicht unter Druck kommen: nach drei Stunden Autobahn sofort auf die Waage und sofort auf die Matte - das passiert dem Judo-Routinier Petrehele kein zweites Mal. Nach der bitteren 8:6-Niederlage in Braunschweig sollte am dritten Kampftag in Osnabrück alles anders werden. Und das musste es auch: „Judoka stehen unter Druck“ titelte der Bonner General Anzeiger und hatte damit bereits alles gesagt. Nach zwei Kampftagen standen die Godesberger mit nur einem Punkt auf Tabellenplatz vier und mit dem Rücken zur Wand.

    Geschlossenheit, Ruhe und Konzentration hatten Head-Coach Florin Petrehele und Vereinsvorstand Michael Fengler zur Leitlinie für den dritten Kampftag in Osnabrück erklärt. Die Mannschaft reiste geschlossen und gemeinsam mit knapp 30 Godesberger Schlachtenbummlern im eigens angemieteten Komfortreisebus an. Nach Ankunft im hochmodernen Dojo und Landesleistungsstützpunkt der Judo Crocodiles blieb noch ausreichend Zeit für ein konzentriertes Wurftraining und so gingen die Godesberger Athleten um Punkt 16:00 Uhr wach und hochmotiviert auf die Waage.

    Und gleich im ersten Kampf (+100kg) setzten die Godesberger ein unübersehbares Ausrufezeichen. Nach nur knapp 40 Sekunden hob Vladut-George Simionescu seinen um einen Kopf größeren Gegner Marvin Medrow hoch als hätte dieser "Fliegengewicht" und schmetterte ihn mit Ippon auf die Matte. Aber bis zum 6:8 Endstand war es für die Judoka aus Nordrhein Westfalen noch ein weiter Weg. Zur großen Überraschung verlor U18 Weltmeister Falk Petersilka seinen Kampf (-90kg) gegen Yassin Grothaus nach Waza-Ari Führung. Trotz kleiner Wertung kam der erkältungsgeschwächte Petersilka in eine unglückliche Rückenlage, die Grothaus zu einem Haltegriff nutzt, aus dem sich Petersilka nicht mehr befreien konnte. Jetzt stand es 3:3, aber nach weiteren 2:29 Minuten brachte Devin Waldenburg den Godesberger JC zu einer hauchdünnen 4:3 Führung zur Pause.

    Im zweiten Durchgang steigerte sich die Spannung ins Unermessliche. Wieder siegte der unerschütterliche Simionescu für Godesberg und Christian Dill für Osnabrück. In der Gewichtsklasse bis 73kg konnte er einen gefährlichen Würger des 16-jährigen Godesberger Kilian Götz abwehren und dann aber selbst mit einem Würger gewinnen. Mittlerweile feuerten die mitgereisten Bad-Godesberger Fans ihre Mannschaft so lautstark an, dass es sich für die Godesberger Athleten wie ein Heimkampftag anfühlte. Und als Falk Petersilka in seinem zweiten Kampf den 7. Sieg für Bad Godesberg und damit mindestens ein Unentschieden für die Mannschaft sicherte, gab es für die blau-weiße Front kein Halten mehr. Doch Osnabrück verkürzte nochmal auf 6:7, so dass es am Ende in den Händen von Devin Waldenburg (-66kg) lag, den zweiten Punkt für Bad Godesberg zu sichern. Und dieser letzte Kampf wurde zu einem echten Thriller. Nach zwei Minuten hatten sich beide Kämpfer jeweils zwei Shidos eingefangen, so dass sich weder Waldenburg noch Grigoryev einen Fehltritt erlauben konnten. Nach 2:48 Minuten behielt Waldenburg die Nerven,warf Grigoryev und ging sofort in einen Haltegriff über 20 Sekunden. Abermals wurde Waldenburg zum Matchwinner für den 1. Godesberger JC und wurde frenetisch durch seine Mannschaft und die mitgereisten Fans gefeiert. "Wir haben unsere Sache sehr gut gemacht, waren konzentriert und haben unsere individuellen Stärken nahezu vollkommen ausgespielt - jeder Einzelne im Team wollte den Sieg", resümierte der zufriedene Bad Godesberger Coach Florin Petrehele.

    Mit drei Punkten gehen die Godesberger jetzt auf Platz zwei in die Sommerpause. Doch Hertha Walheim steht nach dem ersten Kampftag mit einem 4:10 in Leverkusen in den Startlöchern um die vordersten Tabellenplätze. Der letzte Kampftag am 07. Oktober verspricht sehr spannend zu werden. Wenn der Godesberger JC Hertha Wahlheim empfängt, dann wird das so etwas wie ein „Finale dahoam“ – nur eben im Rheinland.

    Weitere Informationen zum 1. Godesberger Judo Club e. V. finden Sie auf unserer Homepage unter www.gjc.de oder auf unserer Facebook-Seite.

     

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    Text: Reinmar Götz, GJC

    Foto: Reinmar Götz, GJC