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    Die Finalisten der Bundesliga stehen fest

     c280x210 280x210 bundesliga 2021 kampftag4 asahi sprembergFoto: Birgit Arendt - Maximilian Zimmermann gewinnt gegen Florian Hecht aus Potsdam den Ehrenpunkt für Spremberg

    Nach dem letzten Kampftag der Bundesliga-Vorrunde stehen mit Hamburg, Potsdam, Esslingen und Abensberg die vier Finalisten für die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft fest.

    Im Norden gab es keinen Zweifel, dass Hamburg die Spitzenposition behalten würde und damit für das Finale bereits vorzeitig gesetzt war. Mit zwei haushohen Siegen – 13:1 gegen Riesa und 12:2 gegen Hannover - haben sie das auch eindrucksvoll unterstrichen.

    Wer aber schafft den zweiten Qualifikationsplatz? Asahi Spremberg lag zwar aussichtsreich auf Platz 2, aber Potsdam gleich dahinter auf Platz 3. Zumal es zur Begegnung dieser beiden Mannschaften kam, von der die Platzierung abhing. Außerdem gab es da noch die Männer von Hertha Walheim, die die beiden Mannschaften noch etwas ärgern und auch ihren Beitrag zur Platzierung leisten wollten.

    Zunächst kam es zur Begegnung Hertha Walheim und Potsdam. Die Potsdamer ließen nichts anbrennen und den Walheimern fast keine Luft zum Atmen. Erst im vorletzten Kampf gelang ihnen ein Ehrenpunkt, als Silas Dell gegen den Potsdamer Ramon-Orak Ates, einem jungen Nachwuchskämpfer, mit Ippon gewann. Potsdam hatte mit dem 13:1 klar die Weichen Richtung Finale gestellt.

    Spremberg kam dann nicht gegen die wie entfesselt kämpfenden Walheimer an. Nach der ersten Runde stand es 5:2 für Walheim. Die Spremberger hatten nur noch eine kleine Chance. Zwar gewannen sie die zweite Runde dann mit 4:3, insgesamt verloren sie jedoch mit 6:8 gegen die Gäste. Das Ziel Finale hätten sie danach nur noch mit einem Sieg über Potsdam erreichen können. Aber durch die Konstellation, dass vor allem in den oberen Gewichtsklassen die Kämpfer fehlten, war diese Überlegung fast illusorisch.

    Das Brandenburg-Derby zwischen Spremberg und Potsdam ist schon seit Jahren eine stimmungsvolle Begegnung beider Mannschaften. Die Halle glich einem Hexenkessel. Die Potsdamer demonstrierten in jedem Kampf ihren unbedingten Siegeswillen und zogen wie schon in ihrer ersten Begegnung gegen Walheim durch. Tolle Techniken, teilweise sehr schnelle Ippons und am Ende hieß es 0:7 für Potsdam. Die Spremberger waren wie gelähmt. „Nach der Niederlage gegen Walheim war der Wurm drin und wir kamen nicht mehr in den Flow, um nochmal aufzutrumpfen“, sagt Mike Göpfert kopfschüttelnd über das Ergebnis. Potsdam hatte mit dem haushohen Sieg in der ersten Runde so ein großes Polster, dass sie fünf Sportler auswechselten, um auch den jüngeren Judoka eine Plattform zum Kämpfen zu geben. Dennoch zogen sie im Eiltempo durch die zweite Runde. Erst im letzten Kampf trotzte Maximilian Zimmermann den Potsdamern einen Ehrenpunkt ab. Damit ging auch diese Begegnung mit 1:13 aus.

    Mit diesem Ergebnis steht Potsdam als Zweiter im Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften, SUA Witten kämpfte sich mit einem Sieg gegen Bottrop noch auf Platz 3 und Spremberg ist Vierter der Nordliga.

    „Es war ein geiler Kampftag! Wir haben das so nicht erwartet. Wir wollten ins Finale und haben alles dafür gegeben“, sagt der Potsdamer Trainer Christopher Schwarzer. „Wir haben ein sehr gutes und junges Team und freuen uns nun auf das Finale.“ Ausführlicher Bericht zum Kampftag in Spremberg auf der Brandenburg-Seite

    Ergebnisse der Vorrunde Gruppe Nord:

    1. JT Hamburg
    2. UJKC Potsdam
    3. SUA Witten
    4. KSC Asahi Spremberg
    5. Hertha Walheim
    6. JC 66 Bottrop
    7. JT Hannover
    8. VfL Riesa

    Ebenso spannend gings es im Süden zu. Abensberg hatte ein gutes Polster und war wie Hamburg im Norden bereits weitestgehend gesetzt. Die Mannschaft gewann dann auch sowohl gegen Rüsselsheim als auch gegen Offenbach mit jeweils 11:3 und festigte damit den Anspruch auf einen Finalplatz.

    Esslingen und Leipzig als die beiden nächsten Anwärter auf den zweiten Finalplatz gewannen ihre Kämpfe gegen Heidelberg/Mannheim und Sindelfingen jeweils mit 12:2 bzw. 13:1 und wahrten sich damit beide alle Chancen. Entscheidend sollte auch hier der Ausgang zwischen den beiden Mannschaften sein.

    In der ersten Runde war der sechste Kampf der Entscheidungskampf. Esslingen gewann den vierten Punkt und die Begegnung ging dann 4:3 für Esslingen aus. Zwei Wechsel für die zweite Runde sind Pflicht, Esslingen tauschte bis auf Dimitri Peters und René Schneider alle anderen fünf Kämpfer aus, Leipzig wechselte drei Kämpfer. Nach vier Kämpfen sah es nach einer Aufholjagd der Leipziger aus, die sich drei Siege sicherten. Aber Esslingen holte sich letztendlich noch die restlichen drei Punkte.

    Mit dem Ergebnis von 8:6 stand damit der zweite Finalist aus dem Süden fest. Da jedoch Abensberg in den vergangenen Kampftagen zwei Unentschieden gegen Esslingen und Leipzig hatte, zog Esslingen sogar noch auf Platz 1 vor. Leipzig ist Dritter vor Speyer auf dem vierten Platz.

    Ergebnisse der Vorrunde Gruppe Süd:

    1. KSV Esslingen
    2. TSV Abensberg
    3. JC Leipzig
    4. JSV Speyer
    5. JC Samurai Offenbach
    6. TV 1848 Erlangen
    7. JC Rüsselsheim
    8. VfL Sindelfingen
    9. 1. JT Heidelberg-Mannheim
    10. TSG Backnang

    Die Halbfinals bestreiten nun der UJKC Potsdam gegen KSV Esslingen und JT Hamburg gegen TSV Abensberg.

    Die Ergebnisse der der 1. Bundesliga der Frauen und der 2. Bundesliga folgen.