• 2. Bundesliga Männer

    GJC Bonn wird Zweitligameister der 2. Bundesliga Männer Nord-West

    Die Mannschaft des GJC Bonn beim Kampftag am 21.09.2019 gegen den Brühler TVDie Mannschaft des GJC Bonn beim Kampftag am 21.09.2019 gegen den Brühler TV

    Am vergangenen Samstag traten die Judo-Kämpfer des GJC Bonn zum letzten Kampftag der Saison 2019 in der 2. Bundesliga Männer Nord-West in der vereinseigenen Rolf-Winkler-Halle auf die Matte. Als Gegner war die Mannschaft des Brühler TV angereist. Nach der bislang höchst erfolgreichen Saison ohne Niederlage (10:4 gegen Mönchengladbach; 10:4 gegen Braunschweig; 8:6 gegen Gelsenkirchen) brannten die Bonner Judoka, die als Tabellenerster in den Kampftag starteten, darauf, die Saison als ungeschlagener Zweitligameister zu beenden und den erneuten Sprung in das Oberhaus zu schaffen.

    „Unsere Rolf-Winkler-Halle, die heute zugleich Schauplatz unserer 60-Jahr-Feier ist, platzt mit über 300 Zuschauern aus allen Nähten.“, stellte Teammanager Michael Fengler zufrieden fest, ehe die Kämpfe nach Abschluss des Vorprogramms, an dem unter anderem die Hip Hop-Formation der Uni Bonn beteiligt war, um 18:00 Uhr begannen. 

    Nachdem sich der Bonner André Baum (-66kg) im ersten Kampf seinem Kontrahenten aus Brühl bereits nach 36 Sekunden geschlagen geben musste, war die Stimmung bei den meisten Bonner Fans zunächst gedämpft. GJC-Top-Athlet Alexander Gabler (-73kg) konnte jedoch im Folgekampf gegen seinen Brühler Gegner mit Bravour den Anschlusspunkt holen. Im 60kg-Limit bot sich GJC-Kämpfer und -Eigengewächs Abdullo Azizov bei seinem Bundesliga-Debüt eine wahre Schlacht mit dem Brühler Gast, dem er sich 21 Sekunden vor Ende der Kampfzeit leider auch geschlagen geben musste. Damit führten die Gäste wieder mit 2:1. Danach ließen die Kämpfer des GJC Bonn in der Hinrunde jedoch vor heimischer Kulisse nichts mehr anbrennen: Sascha Schmitz (100+kg) holte nach 10 Sekunden den Anschlusspunkt. Majed Baiazid siegte in der Gewichtsklasse -100kg und brachte die Bonner erstmals mit 3:2 in Führung. Der Bonner Cedric Thyssen (-81kg) und der international erfolgreiche GJC-Top-Athlet Falk Petersilka (-90kg) bauten den Vorsprung gegenüber den Brühlern in 41 bzw. 44 Sekunden auf 5:2 aus.

    Co-Trainer Cosmin Lazarean, der die Aufgaben des Chef-Trainers nach dem Ausscheiden von Florin Petrehele kommissarisch übertragen bekommen hatte, nutzte die 30-minütige Pause intensiv, um die Aufstellung für die Rückrunde zu konzipieren. Die Wettkampfordnung forderte von ihm, wenigstens zwei Kämpfer in der Rückrunde neu zu bringen. Außerdem wollte er aufgrund des komfortablen Vorsprungs den bislang in der Bundesliga weniger erfahreneren Kämpfern die Möglichkeit bieten, sich zu beweisen. Nach der Halbzeitpause ging es wieder im 66kg-Limit los. Lazarean hatte hier den zuvor glücklosen Baum gegen den erst 16-jährigen Jahim Waldenburg ausgewechselt. Waldenburg zeigte eine gute Leistung bei seinem ersten Bundesligaeinsatz, musste sich jedoch schließlich seinem Brühler Gegner geschlagen geben. Für den folgenden Kampf in der Gewichtsklasse -73kg hatte Lazarean den GJC-Top-Athleten Alexander Gabler, den er für die Rückrunde in das 81kg-Limit hochstellte, gegen den Neuzugang Lars Binsfeld ausgewechselt. Binsfeld ließ bei seinem Bundesliga-Debüt nichts anbrennen, sicherte den Bonnern mit zwei halben Wertungen den Sieg und damit das 6:3 gegen Brühl. Bis 60kg musste erneut Abdullo Azizov für die Bonner auf die Matte gehen. In einem spannenden Kampf mit seinem Brühler Kontrahenten, der sich aufgrund eines Gleichstandes (jeweils zwei halbe Wertungen) nach Ende der regulären Kampfzeit bis in die Golden Score-Verlängerung hinzog, hatte Azizov schlussendlich das Nachsehen. Damit verkürzten die Brühler auf 6:4. Doch wie schon in der Hinrunde ließen die Bonner Judoka auch in der Rückrunde in den folgenden Gewichtsklassen keine Punkte liegen: Johannes von Einsiedel (100+kg) holte mit zwei halben Wertungen das 7:4 für Bonn. Damit fehlte den Bonnern nur noch ein einziger Sieg für den sicheren Tagessieg, als Majed Baiazid erneut im 100kg-Limit die Matte betrat. Dieses Mal machte Baiazid es jedoch spannend. Nachdem keiner der beiden Kämpfer in der regulären Kampfzeit eine Wertung erzielen konnte, sahen die Zuschauer schon zum zweiten Mal an diesem Tag einen Kampf in der Golden Score-Verlängerung. Nach 4:36 Minuten Kampfzeit holte sich Baiazid die volle Wertung, sicherte den Bonnern damit den achten Punkt und damit vorzeitig den Tagessieg. Die beiden GJC-Top-Athleten Alexander Gabler (im 81kg-Limit) und Falk Petersilka (-90kg) rundeten das Bonner Ergebnis mit zwei Siegen nach zwei vollen Wertungen in 54 Sekunden bzw. 1:17 Minuten zum 10:4 auf

    Die Mannschaft des GJC Bonn ist damit Zweitligameister der 2. Bundesliga Männer Nord-West in der Saison 2019 und sichert sich - als Absteiger in die Saison gestartet - erneut den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Nach Abschluss der Kämpfe verabschiedete sich die Mannschaft von ihrem ehemaligen Chef-Trainer Florin Petrehele, der den Verein mit dem Ende der Sommerpause nach über 20 Jahren verlassen hat, um künftig als Landestrainer die Verantwortung für den weiblichen Judo-Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen zu übernehmen. Stellvertretend für die Mannschaft richtete Teamkapitän Majed Baiazid bewegende Worte an den ehemaligen Chef-Trainer und die über 300 anwesenden Zuschauer. Außerdem übergab er zur Erinnerung zwei von der Mannschaft selbst gebastelte Fotokollagen an seinen ehemaligen Chef-Trainer, die dieser sichtlich gerührt entgegennahm. „Am letzten Kampftag konnte unsere Mannschaft mit einem zweistelligen Sieg erneut ein Ausrufezeichen setzen. Die Zweitligameisterschaft und der erneute Aufstieg in die 1. Bundesliga sind auch ein klarer Beweis für die erfolgreiche Arbeit von Chef-Trainer Florin Petrehele in den vergangenen Jahren.“, resümierte Team-Manager Michael Fengler zum Abschluss des letzten Kampftages, bevor alle Beteiligten die Saison im Rahmen der 60-Jahr-Feier gemütlich ausklingen ließen.

    Weitere Informationen zum 1. Godesberger Judo Club e. V. finden Sie auf unserer Homepage unter www.gjc.de oder auf unserer Facebook-Seite.

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    Text: Michael Fengler, GJC
    Foto: Benjamin Krakau, GJC