• 2. Bundesliga Frauen

    Hermannsburger Plan geht auf

    Greta Bolte (blau) holte zwei Punkte für das Hermannsburger Team.Quelle: Oliver Knoblich

    Mit zwei Siegen in der 2. Judo-Bundesliga hat sich die Damen-Riege des TuS Hermannsburg auf Platz drei geschoben. Von Uwe Meier/Cellesche Zeitung

    Über das Gesicht von Marc Wermuth huschte ein zufriedenes Lächeln. Das, was seine Mädels in den beiden Auswärtswettkämpfen in der 2. Judo-Bundesliga auf die Matte brachten, war einfach nur gut. „Das ist alles super nach Plan verlaufen“, sagte der Coach und meinte damit die beiden 5:2-Erfolge über JT Rheinland und VfL Stade. „Jetzt stehen wir eigentlich ganz gut da.“ Noch zwei Wettkämpfe nach der Sommerpause Die beiden Erfolge spülten die TuS-Riege in der Tabelle gleich um einige Plätze nach oben. Auf Rang drei rangiert das Team vor der Sommerpause. Und das ist genau die Platzierung, die mans sich vor der Saison als Ziel gesetzt hatte. Und den gilt es nun in den beiden noch ausstehenden Wettkämpfen Ende September zu verteidigen. Alle TuS-Kämpferinnen erfüllen ihre Aufgaben „Das war wirklich dominant von uns“, urteilte Wermuth. „Wir haben uns in jedem Kampf gut behauptet.“ Herausheben wollte er keine seiner Kämpferinnen keine. „Sie haben alle ihre Aufgaben hervorragend erledigt.“ Allerdings fand er schon beeindruckend, mit welch einer scheinbaren Leichtigkeit insbesondere Garmatter und Borgonje ihre Gegnerinnen beherrschten. Gegen VT Rheinland holten Ingrid Marloes Engwerda (über 78 Kilogramm), Miriam Garmatter (bis 63 Kilogramm), Freya Wendt (bis 48 Gramm), Greta Bolte (bis 70 Kilogramm) und Paula Borgonje (bis 57 Kilogramm) beendet ihre Kämpfe erfolgreich und jeweils vorzeitig. „Der größte Teil davon wurde im Bodenkampf gewonnen“, erzählte Trainer Wermuth. Selbst den Niederlagen von Asa Wendt (bis 52 Kilogramm) und Kim Chantal Tepelmann (bis 78 Kilogramm) konnte er etwas Positives abgewinnen. „Anna war einmal einen kleinen Moment unachtsam“, so der Coach. „Und da war es dann auch schon vorbei.“ Aber das würde für die Zukunft schulen. In den fünf Minuten Kampfzeit seien höchste Konzentration gefordert. „Da darf man halt nicht nachlassen.“ Gute Nervern trotz hoher Geräuschkulisse Auch gegen Stade hielt das Nervenkostüm der Hermannsburgerinnen. Unter Einlaufmusik und mit Einlaufkindern war das Team der Gastgeberinnen vorgestellt worden. Seitlich der Matte sorgte die Stader Kämpferinnen, die nicht zum Einsatz kamen, für Anfeuerungsrufe. „Die Geräuschkulisse war ziemlich hoch“, so Wermuth. „Aber sie wurde immer leiser, nachdem wir einen nach dem anderen Kampf gewonnen hatten.“