• 2. Bundesliga Frauen

    Ohne Glück in der Verlängerung

    Miriam Garmatter (blau) brachte ihre Gegnerin zu Boden.Quelle: Kimberly Wojahn

    Ein bisschen fehlte den Judo-Damen des TuS hermannsburg das nötige Glück. Gegen Hannover und Leipzig musste das Team zwei 3:4-Niederlagen hinehmen. Von Uwe Meier/Cellesche Zeitung

    Ein wenig enttäuscht waren sie sicherlich. Aber Unzufriedenheit kam bei den Judo-Damen des TuS Hermannsburg nicht auf. Zwar musste die Riege um Trainer Marc Wermuth in Hannover zwei knappe Niederlagen einstecken. „Doch das ist kein Beinbruch. Wir haben uns sehr gut verkauft“, meinte Teammanager Frank Walzer. Gegen die Staffelfa-voriten der 2. Judo-Bundesliga JT Hannover und JC Leipzig hatte das TuS-Team jeweils knapp 3:4 verloren. Immerhin zwei Vertretungen, die sich zu einem großen Teil aus Kämpferinnen von Olympiastütz-punkten zusammensetzen. „Das kleine gallische Dorf aus dem Celler Nordkreis ärgert die römischen Legionen“, fand Walzer trotz der Niederlagen einen für ihn passenden Vergleich. „Ein bisschen Pech war allerdings schon dabei“, so der Teammanager. Keine Entscheidung nach regulärer Kampfzeit Gemeint war damit, dass in beiden Duellen die entscheidenden Kämpfe jeweils in der Verlängerung verloren gegangenen waren. Die war nötig geworden, nachdem in zwei Duellen nach der regulären Kampfzeit von vier Minuten keine Entscheidungen gefallen waren. Paula Borgonje (bis 57 Kilo) musste sich in der Overtime der Leipzigerin Michaelle Hoffmann nach 4:31 Minuten geschlagen geben. Gegen Hannover ereilte Asa Wendt (bis 52 Kilo) im Kampf gegen Sarah Ischt nach 4:14 Minuten dieses Schicksal. „Es ist nun manchmal so, dass im Sport der Gegner hin und wieder das bessere Ende für sich hat“, meinte Walzer mit einem Achselzucken. Nach den beiden Niederlagen rangiert das Hermannsburger Team nach vier Wettkämpfen mit zwei Punkten auf Platz sechs der neun Mannschaften umfassenden Liga. TuS hatte die Reise in die Landeshauptstadt mit nur acht Kämpferinnen angehen können. Verletzungen, Studium oder berufliche Verpflichtungen hatten in der Größe des Kaders Spuren hinterlassen. „Das ist auch ein Fingerzeig darauf, dass wir, wenn wir den Aufstieg angenommen hätten, die 1. Liga personell niemals überstanden hätten“, meinte Walzer rück- blickend. Viele Variationsmöglichkeiten hinsichtlich der Aufstellungen seien somit nicht geblieben. Garmatter hinterlässt starken Eindruck Ein Sonderlob gab es vom Teammanager in Richtung der 33-jährigen Miriam Garmatter, die in beiden Kämpfen Punkte für ihr Team holte. „Sie ist einfach nicht unterzukriegen“, sagte Walzer. „Das ist einfach nur Klasse.“ Hinsichtlich des in Hermannsburg anvisierten dritten Tabellenrangs wird es nach den beiden Niederlagen eng. Allzu viele Niederlage darf sich das TuS-Team dazu nicht mehr erlauben. Allerdings hat man bereits gegen alle Teams aus der Spitzengruppe gekämpft. Am nächsten Kampftag geht es in Stade (15. Juni) gegen die Riege des Veranstalters und JT Rheinland. „Einfach wird aber auch das nicht“, meint Walzer.