• 1. Bundesliga Frauen

    JSV-Frauen müssen sich noch gedulden

    Lea Schmid steuerte einen Punkt zum dutzend bei-Lea Schmid steuerte einen Punkt zum dutzend bei-

    Die Frauen des JSV Speyer haben im Kampf um die Meisterschaft der 1. Bundesliga Süd gut vorgelegt: In ihrem abschließenden Kampf siegten sie mit 12:2 beim VfL Sindelfingen. Konkurrent Backnang, der seinen letzten Kampf am 8. Juni gegen Karlsruhe bestreitet, kann nur noch mit einem Maximalergebnis von 14:0 die Speyererinnen vom Spitzenrang verdrängen.

    Angesichts der Tatsache, dass es auf einen möglichst hohen Sieg ankommen würde, traten die Gäste in der stärksten möglichen Besetzung an. Im ersten Kampf trat die vierfache Europameisterin Kim Polling aus den Niederlanden für Speyer an, und löste ihre Aufgabe gegen Julie Hölterhoff gewohnt souverän. Auch Mascha Ballhaus fuhr im zweiten Kampf einen schnellen Sieg ein. Eng wurde es im dritten Duell zwischen Speyers Maike Ziech und Regina Kristen, doch im Golden Score gelang Ziech die entscheidende Wertung, um ihr Team 3:0 in Front zu bringen. Danach erhöhte Johanna Müller mit einem Sieg gegen Margarita Diede auf 4:0, doch folgenden Kampf musste sich Nadja Bazynski gegen Sindelfingens starke Schweizer Carina Hildenbrand geschlagen geben. Verena Thumm und Samira Bouizgarne sorgten dann allerdings dafür, dass die letzten beiden Punkte des ersten Durchgangs an die Gäste gingen, die damit eine klare 6:1-Pausenführung innehatten.
    Auch den zweiten Durchgang eröffnete Polling mit einem souveränen Ippon-Sieg gegen Hölterhoff. Den entscheidenden Punkt, um den Gesamtsieg auch rechnerisch unter Dach und Fach zu bringen, holte Mascha Ballhaus kampflos, da Sindelfingen in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm keine Wechseloption hatte. In der Kategorie bis 78 Kilogramm bekam es Lea Schmid mit Regina Kristen zu tun, hatte allerdings wesentlich weniger Mühe als Maike Ziech im ersten Durchgang und gewann bereits binnen einer Minute.
    Seija Ballhaus setzte sich im Bodenkampf gegen Angelique Bernard durch, doch auch Jana Ziegler konnte Hildenbrand nicht bezwingen, und so gab Speyer den zweiten Punkt ab. Verena Thumm und Samira Bouizgarne setzten mit ihren jeweils zweiten souveränen Erfolgen den Schlusspunkt zum 12:2.
    JSV-Teamchefin Barbara Bandel lobte den Einsatz ihrer Kämpferinnen auf und neben der Matte, musste aber einräumen, dass sie sich über die liegen gelassenen Punkte ärgert: „Auch wenn es sich blöd anhört, sind wir mit dem 12:2 nicht ganz zufrieden. Unser Ziel war es, 14:0 zu gewinnen, um den ersten Tabellenplatz sicher zu haben. Durch die zwei verlorenen Kämpfe heute und dem einen am letzten Kampftag wird es aber schwierig, den Spitzenplatz zu halten.“
    Nichtsdesotrotz können sich die Speyerer Frauen jetzt auf die Finalrunde freuen – ob als Erster oder Zweiter der Süd-Gruppe. Ort und Datum stehen noch nicht fest, aber Speyer wird auf jeden Fall dabei sein, und auf dieses Highlight richtet sich nun der Blick. "Es fühlt sich komisch an, dass er nur drei Kampftag in der Süd-Gruppe gab dieses Jahr. Aber umso größer ist die Motivation, beim Finaltag möglichst alle beisammen zu haben und nochmal richtig Gas zu geben", so Barbara Bandel.

    Von: Seán McGinley / JSV Speyer