• 1. Bundesliga Frauen

    SUA Witten-Frauen bekommen eine Packung in Mönchengladbach

    Katharina Beck (blau) führte gegen Mira Ulrich, ehe sie abgewürgt wurde. (Foto: Dietmar Bock)

    Einen bitteren Start in die Bundesliga-Saison erlebten SU Annens Judo-Frauen am Samstag beim 1. JC Mönchengladbach. Dass die Niederrheinerinnen Nord-Meister werden wollen, unterstrichen sie mit der 7:0-Höchststrafe. Doch der klare Erfolg fällt höher aus als es das Geschehen auf der Matte tatsächlich hergab.

    Gleich die ersten beiden Duelle gaben die Ruhrstädterinnen nur aufgrund früher Shidos (Bestrafungen) ab, zudem war auch bei dem einen oder anderen Kampf durchaus mehr drin. Fatma van Winssen (52 kg) hatte extra Gewicht gemacht, holte sich dann aber schnell zwei Shido ab. Dadurch unter Zugzwang geraten, versuchte sie gegen Kathrin Loskamp alles, musste letztendlich gar noch den Ippon hinnehmen.

    Auch Alexandra Zwirner (63 kg) kassierte gegen die DM-Dritte Stephanie Manfrahs früh einen Shido und verlor unnötig. „Gladbach ging mit der neuen Regel cleverer um und versuchte stets früh, uns eine Bestrafung aufzubrummen“, sah Annens neuer Trainer Daniel Möller sein Team überflüssigerweise zweimal schnell hinten und abschließend auch Punkte abgeben. „Da schon ein Shido zum Sieg reicht, müssen wir das nächste Mal sehen, dass wir dann früh für eine gegnerische Strafe sorgen.“

    Maike Heinz ohne Chance

    Einzig chancenlos war Maike Heinz. In +78 kg aufgerückt machte Jasmin Kuelbs mit dem SUA-Aushängeschild was sie wollte. Die EM-Fünfte präsentierte sich als wahres „Monster“, rüttelte und schüttelte Heinz kräftig durch. Zwei Würfe zu Waza-ari (große Wertung) und Ippon machten dann alles klar.
    Hannah Schorlemmer (57 kg) hielt ihren Vergleich mit der ungarischen Nummer 1, Katinka Szabó, lange offen, ehe sie sich knapp mit Yuko (kleine Wertung) geschlagen geben musste. Anschließend fiel Miriam Dunkel (78 kg) nach starker Leistung gegen Sheena Zander unglücklich per Waza-ari und wurde abschließend ausgehebelt.
    Unachtsamkeit entscheidet
    Jessica Zaib (70 kg) begann gegen Franciska Szabó sehr gut, konnte den Seoi-nage (Schulterwurf) der U23-Europameisterin aber nicht verhindern. Und Katharina Beck führte gegen Mira Ulrich sogar, ehe sie durch eine Unachtsamkeit zuerst geworfen und dann abgewürgt wurde.
    So wurden auch alle guten Ansätze der SUA zumeist früh zunichte gemacht. Jetzt gilt es diesen Auftaktschock zu verkraften und es dann am 22. Juni vor heimischem Publikum besser zu machen. Dann kommen TuS Hermannsburg (3:4 gegen Aufsteiger JC Osnabrück und 1:6 gegen JC 66 Bottrop) sowie das Hamburger Judo-Team (2:5 gegen PSG Brandenburg).
    Judo-Bundesliga: SUA-Frauen bekommen eine Packung in Mönchengladbach  

    Quelle: www.ruhrnachrichten.de/lokales/witten/lokalsport/Judo-Bundesliga-SUA-Frauen-bekommen-eine-Packung-in-Moenchengladbach;art936,1992507#1481236602