• 1. Bundesliga Frauen

    Silber gewonnen!

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    Die Frauen des TSV München-Großhadern werden deutscher Vizemeister mit einer überzeugenden Mannschaftsleistung und verlieren nur äußerst knapp das Finale gegen den stark aufkämpfenden JC Leipzig.

    Bundesligafinale in der Siegi- Sterr- Halle!

    Die Frauen werden deutscher Vizemeister!!

    „Finale dahoam“ so lautete der Slogan rund um Teamchefin Verena Birndorfer; alle Athletinnen arbeiteten im Vorfeld am Gelingen dieses Unterfangens tatkräftig und enthusiastisch mit.

    „ Zum ersten Mal seit vielen Jahren haben wir uns als kompakte, homogene und siegeshungrige Mannschaft präsentiert“, konstatierte Mannschaftsorganisatorin Resi Diermeier lächelnd.

    Sie initiierte das gemeinsame Auftreten im Dirndl, sorgte für positive Stimmung.

    Die Rechnung ging auf: die Athletinnen des TSVs ergatterten sich das Ausrichterrecht für das Finale in München durch den errungenen Südtitel in der Frauenbundesliga.

    Logistisch wurde nun getüftelt, wo sechs Mannschaften inklusive Fans in der Halle unterzubringen seien.

    Der DJB willigte ein, diese sieben Finalkämpfe auf einer Matte auszutragen, was im Nachhall ein positives Feedback erzeugte.

    Gekämpft wurde in zwei Pools: Mönchengladbach als erster der Nordgruppe gepaart mit Kim- Chi- Wiesbaden, 2. der Gruppe Süd und dem 3. der Südgruppe, dem JC Leipzig.

    In Pool B sollte der Sieger zwischen Großhadern und dem 2. und 3.Platzierten der Gruppe Nord, dem PSG Brandenburg und JC 66 Bottrop ermittelt werden.

    Die Sieger der zwei Pools tragen dann das Finale aus.

    Gut aufgestellt präsentierten sich fast alle Mannschaften. Neben den Topathletinnen aus dem gesamten Bundesgebiet wurde mit ausländischer Verstärkung starke Mannschaften zusammengestellt, die alle in der Vergabe des Titels ein Wörtchen mitreden wollten.

    Einen furiosen Durchmarsch legten die Frauen in Pool A rund um Londons Silbermedaillengewinnerin Kerstin Thiele hin; unbedrängt konnte die ursprünglich drittplatzierte Mannschaft in der Gruppe Süd die Finalteilnahme klarmachen.

    In Pool B konnten die Münchner Frauen gegen Bottrop einen tollen Auftaktkampf abliefern: Nach einem sehenswerten Ura-nage von Bernadette Graf konnten Elena Moretti und Sina Felske gegen unsere Athletinnen Maria Ertl und Amelie Stoll punkten. Bei einem Stand von 2: 1 für Bottrop drehten unsere Frauen nun richtig auf: Sieg durch Haltegriff von Zita Notter im Schwergewicht , Kathrin Unterwurzacher überzeugte bis 63kg durch technische Vielfalt im Stand und gewann nach Wurfwertungen mit Hebel am Boden. Damit nicht genug: Kay Kraus punktete gegen Julia Rotthoff mit Seoi-Nage im Leichtgewicht und die auf -78kg hochgestellte Lisa Dollinger machte gegen Carolin Rößner den Endstand von 5:2 durch Haltegriff klar.

    Die erste Hürde schien gemeistert, nun galt es alle Konzentration gegen die gut aufgestellte Mannschaft PSG Brandenburg zu bündeln.

    Bernadette Graf erkämpfte routiniert den ersten Sieg -70kg gegen Katharina Hilger, in der Gewichtsklasse -57kg konnte die noch 16-jährige Amelie Stoll gegen die Europameisterschaftsdritte der Jahre 2006 und 2012 Mareen Kräh leider wenig ausrichten. Viola Thiel bis 57kg jedoch legte mit einem rasanten Harai-goshi Ines Beischmidt auf die Matte und Zita Notter erhöhte im Schwergewicht den Vorsprung auf 3:1 .Sie bezwang die EM Dritte von 2006 und 2009 Svietlana Tsimashenka im Haltegriff.

    Eine harte Auseinandersetzung hatte nun Kathrin Unterwurzacher, ihre Gegnerin Vivian Herrmann attackierte sie vehement mit Techniken, die die Kampfrichter zu Diskussionen der Zulässigkeit veranlassten und unserer Athletin eine Verletzung am Daumen bescherte. Kathrin kämpfte jedoch beherzt weiter und ging letztendlich mit einem hart erarbeiteten Unentschieden von der Matte.

    Annika Heise von Brandenburg wurde in der Gewichtsklasse bis 78kg ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte gegen Lisa Dollinger.

    Das 2:4 (20:40) brachte unserer Mannschaft die erhoffte Finalteilnahme, welches mit großer Spannung nicht nur von den Zuschauern, sondern auch vom anwesenden Team des BR erwartet wurde.

    Schon im Vorfeld musste bei der Aufstellung taktiert werden, da auf Viola Wächter (-57kg) und Astrid Garmeier (-78kg) wegen Verletzung verzichtet werden musste; nun konnte auch Kathrin Unterwurzacher nicht mehr auf die Matte. Schade.

    Aber Verena Birndorfer und Lorenz Trautmann blieben ruhig und vertrauten sowohl auf die Stärke der Mannschaft als auch auf den Vorteil in der eigenen Halle zu kämpfen.

    „Wird schon klappen“, so die Teamchefin, „dass Leipzig eine Toptruppe hat, war schon bei den Vorrundenkämpfen zu sehen, aber wir müssen uns vor niemandem verstecken.“

    Die Favoritin Heide Wollert siegte für den JC Leipzig erwartungsgemäss bis 70kg gegen Lisa Dollinger. Susi Zimmermann (bis 52kg) trennte sich von unserer stark kämpfenden Theresa Stoll mit Unentschieden. Nun konnte Viola Thiel wegen Disqualifikation ihrer Gegnerin -57kg auf 1:1 verkürzen.

    Nach einem kräftezehrenden Kampf trennte sich Zita Notter von Lisa Schneider ebenso mit einem Unentschieden im Schwergewicht.

    Immer noch war alles drin: Tanja Kupschewski (hochgestellt bis 63kg) kam jedoch mit dem Kampfstil von Svea Schwäbe nicht zurecht und musste sich geschlagen geben.

    Der anwesende BR- Redakteur Tobias Barnerssoi zeigte sich begeistert: „besser und spannender kann es nicht sein, dass so viele Emotionen am Mattenrand zu beobachten sind, hätte ich nicht erwartet.“

    Im Leichtgewicht hatte Kay Kraus mit Sabine Goller eine große Aufgabe zu bewältigen: zunächst gestaltete sie den Kampf perfekt, setzte ihre Gegnerin unter Druck und beherrschte sie bravourös. Mit Yuko Vorsprung für unsere Athletin wegen Bestrafung lagen nun nur noch weniger als eine Minute Kampfzeit vor ihr. Goller nutzte jedoch eine kleine Vorteilssituation und überraschte Kay mit einer Fußtechnik; der volle Punkt für Leipzig bedeutete bereits den Titel für den Gast.

    Auch der schöne Sieg von Bernadette Graf bis 78kg durch Sumi-gaeshi und anschliessendem Haltegriff konnte dies nicht mehr verhindern.

    „Wir nehmen gerne den Vize,“ so Verena Birndorfers Fazit nach kurzer Enttäuschung“, denn wer hätte zu Beginn der Saison überhaupt daran gedacht, soweit zu kommen“.

    Finale Dahoam war`s auf alle Fälle, eine tolle, rundum gelungene Veranstaltung zudem ein deutlicher Hinweis auf die herausragenden Leistungen der Frauenmannschaft!

    Daran lässt sich anknüpfen (denn zu toppen ist es ja fast nicht).

    Allen, die zum Gelingen dieser schönen Veranstaltung beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön und vor allem den Athletinnen herzliche Glückwünsche!!