• 1. Bundesliga Frauen

    Zwei Auswärtssiege bringen das HJT unter die Top 3 im Norden

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    Vier Punkte haben die Damen des HJT am 3. Kampftag aus Aachen entführt und so den Sprung unter die drei besten Teams der ersten Bundesliga im Norden geschafft.

    In der ersten Begegnung gegen die SUA Witten startete Lena Behrens in der Gewichtsklasse -63 kg mit einem Sieg gegen Kyra Quast mit einem Uchi-Mata Sukashi nach 3:48 Minuten Kampfzeit. Die Führung weiter ausbauen konnte anschließend Anna von Berg, die sich mit Waza-Ari gegen Miriam Dunkel durchgesetzt hat.

    Nach der 2:0 Führung war es -48 kg Sarah Kasper die kampflos den Anschlusspunkt für Witten holte. +78 kg siegte Beatrice Rietz gegen Fatma van Winssen ebenso kampflos. So stand es nach den ersten vier Kämpfen bereits 3:1 für Hamburg als Melanie Lierka -52 kg für das HJT auf die Matte ging. Gegen Melanie Klein war es wieder einmal das konsequente Nachsetzen im Boden, das den Hamburgerinnen einen weiteren Punkt einbrachte, der den vorzeitigen Sieg darstellte. Zwar gingen die nachfolgenden zwei Einzelkämpfe von Jenny Bicko, die zwei Gewichtsklassen höher -70 kg, eingesetzt worden ist, und Doreen Brandt -57 kg knapp mit jeweils einem Yuko Unterschied verloren, doch das der prächtigen Stimmung keinen Abbruch. Das 4:3 brachte nach zwei niederschlagenden Heimniederlagen in der Vorwoche wieder das Lächeln in das Hamburger Team zurück.HJT - Hamburger Judo Team

    Völlig befreit und gut gelaunt konnte im Anschluss sogar der Gastgeber Brander TV besiegt werden:

    -63 kg siegte Lena Behrens gegen Alice Schweinoch im Boden nach einer unverständlichen Fehlentscheidung der Kampfrichter. Eine Würgetechnik im Boden wurde vorzeitig mit Ippon bewertet. Was zuerst zwischen lautstarken Verstimmungen zwischen den Trainern führte, ist später in Ruhe besprochen und aus der Welt geschaffen worden. Das 1:0 nach dem ersten Kampf blieb auch nach dem zweiten Kampf zwischen Corinna Durchfeld und Anna von Berg bestehen, bevor Sonja Wirth den Ausgleich für die Damen aus Aachen holte. Im Kampf über 78 kg war es wiederum Beatrice Rietz, die den Führungspunkt der Hamburgerinnen brachte. Mit Waza-ari für einen Sasae-tsuri-komi-ashi in Führung liegend entkam Sacha Gorissen dem anschließenden Haltegriff nicht mehr.

    Gegen Marei Richter baute Melanie Lierka -52 kg die Hamburger Führung mit einem schönen Uchi-mata und anschließenden Haltegriff auf 3:1 aus. In der Gewichtsklasse -70 kg traten die beiden -57 kg eingewogenen Damen Nikki Pluymaekers (NED) und Jenny Bicko gegeneinander an. Jenny Bicko verletze sich bei einem Sankaku-Angriff ihrer Gegnerin leider so schwer, dass sie aufgeben musste. Beim Stand von 3:2 kam es dann zum abschließenden und entscheidenden Duell zwischen Tais Martinez und Doreen Brandt. Taktisch gut vorbereitet kämpfte Doreen fünf Minuten lang konsequent gegen den starken linken Arm von Martinez und siegte durch mehrere Wertungen für Yoko-sumi-gaeshi. Der Sieg von Doreen Brandt sicherte die Punkte drei und vier an diesem Tag und sorgten dafür, dass sich das HJT bis auf den dritten Tabellenplatz vorschob. Mit einem Sieg am letzten Tag kann sich das HJT -abhängig vom Ausgang der Kämpfe in Neumünster- erstmalig für die Endrunde qualifizieren. Schon jetzt blicken die Hamburgerinnen mit viel Hoffnung nach Neumünster und Brandenburg, denn alles wird davon abhängen, mit was für einer Truppe die Brandenburgerinnen am 10. September in den Norden fahren. Hamburg drückt schon jetzt beide Daumen für den gemeinsamen Kampftag der Frauen und Männer des HJT gegen Leverkusen bzw. das JC Mönchengladbach, der in der Falkenberghalle in Norderstedt ausgetragen wird.

    Ein wirkliches Hamburger Team

    Der Etat ist klein und es wurde in der laufenden Saison keine Ausländerin zur Verstärkung des Teams eingesetzt. Zwar sind dies auch die Punkte, die wir vor heimischen Publikum schmerzlich vermisst haben und die letztlich zu zwei Niederlagen geführt haben, doch trotzdem ist man in Hamburg sehr glücklich mit der Tabellensituation. Als wahre Punktegarantin konnte sich bisher Lena Behrens präsentieren. Sie siegte in fünf von sechs Begegnungen (50:10) und unterlag nur gegen Claudia Ahrens. Ebenfalls fleißige Punktesammlerinnen sind Melanie Lierka mit 3 Siegen aus 4 Begegnungen und Beatrice Rietz mit 4 Siegen aus 6 Begegnungen. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn wie immer im Team-Sport gilt: Nur gemeinsam sind wir stark und gerade beim Judo sind es sehr häufig die weniger eingeplanten Punkte, die den Erfolg des Teams bringen.