• 1. Bundesliga Männer

    Klarer Sieger beim „Kampf unter Freunden“ in Abensberg

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    Beim gestrigen Rückkampf des Bundesligaviertelfinales sorgten die Babonen mit einem Endergebnis von 9:3 für klare Verhältnisse. Der TSV Abensberg ist damit Ausrichter des diesjährigen Bundesligafinales am 24. November. Abensberg trat vor heimischem Publikum ohne ausländische Fremdstarter und mit viel Eigengewächs an. So kamen Sebastian Seidl und Philip Graf, beide erst am Vormittag vom Europa-Cup in Boras zurückgekehrt, zum Einsatz. David Krämer gab sein Debüt in der ersten Bundesliga, Manuel Scheibel, Gerhard Zeitler, Dominik Gerzer, Fabian Seidlmeier und Christopher Völk sorgten für eine nahezu vollständige Anwesenheit des ureigenen Abensberger Kaders.

     

    „Die Stimmung in der Halle war sehr gut. Unsere Freunde aus Witten, zu denen wir seit vielen Jahren ein sehr gutes Verhältnis haben, sind mit einer guten Truppe angereist, die sich gut verkauft hat. Die Zuschauer haben gutes Judo gesehen und wir haben das Finale nach Abensberg geholt. Was will man mehr?“, so Mannschaftskapitän Radu Ivan.

     Der Kampftag wurde eingeläutet mit einem Vorkampf der Nachwuchskämpfer: Kinder des TSV Neutraubling und des TSV Abensberg standen sich gemischt in zwei Mannschaften gegenüber, um dem Publikum einen Einblick in die Judo-Nachwuchsarbeit zu geben.

     Ab 17:00 Uhr begann dann in einer gut gefüllten Halle die Bundesligabegegnung.

    Der erste Durchgang endete klar mit 6 Siegespunkten für den TSV Abensberg. Die Punkte holten dabei Dimitri Peters (100kg), Sven Maresch (81kg), Gerhard Zeitler (66kg), Christopher Völk (73kg), Manuel Scheibel (60kg) und Andreas Tölzer (plus 100kg). Robert Dumke traf, wie im ersten Viertelfinalkampf, auf den Holländer Robby van Laarhoven. Gegen diesen international etablierten Kämpfer erreichte Dumke auch gestern, in beiden Runden, zwei schwer erarbeitete Unentschieden.

    Die Kämpfe von Peters, Völk und Tölzer endeten jeweils mit Ippon für perfekte Würfe. Zeitler siegte mit zwei Waza-ari in einem sehr spannenden Kampf gegen den überaus agilen Nicki Craczyk. Ebenso sehenswert gestaltete sich die Begegnung Scheibel gegen Marcel Haupt, der bereits zweimal Bronze bei der Deutschen erreichen konnte. Scheibel gelang ein erfolgreicher Wurfansatz, der mit Waza-ari bewertet wurde, was für den beweglichen und sehr aktiv aufkämpfenden Scheibel den Sieg bedeutete. Maresch kam gegen Stefan Oldenburg zu einem Arbeitssieg, der mit einer Yuko-Wertung für den TSV endete.

     In der Pause zwischen den beiden Bundesligarunden fand eine Ehrung statt: Die erfolgreiche männliche U14-Mannschaft des TSV Abensberg, die heuer unter Leitung ihres Trainers Radu Ivan einen dritten Platz auf der süddeutschen Mannschaftsplatz errungen hatte, wurde vor dem Bundesligapulikum mit kleinen Präsenten bedacht. Die Süddeutsche Meisterschaft stellt in der U14 die höchste Turnierebene dar. Die Buben zeigen deutlich die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins, die damit auch künftig für eine gesunde Basis unserer Leistungssportler sorgt.

     In der zweiten Runde der Bundesligabegegnung besetze Radu Ivan fast die gesamte Mannschaft um, bis auf Tölzer und Dumke. Dominik Gerzer siegte kampflos gegen Benjamin Behrla. Fabian Seidlmeier, der nun wohl endgültig in die Gewichtsklasse bis 81kg gewechselt hat, gab nach einem spannenden Kampf gegen Stefan mit einem Waza-ari den ersten Punkt für die Gäste aus Witten ab. Sebi Seidl (66kg) zerlegte den Wittener Christopher Köllner kunstgerecht mit ineinander übergehenden Wurfansätzen in unterschiedliche Richtungen. David Krämer (73kg) mußte seinen Kampf mit Waza-ari abgeben, erhielt vom Publikum aber verdienten Applaus für seinen vielseitig und beherzt geführten Kampf. Anschließend gab Philip Graf (60kg) den dritten Siegespunkt an Witten ab, als sich nach einem sehr aktiv geführten Kampf Marcel Haupt mit Yuko geschlagen geben mußte. Tölzer siegte mit 4 Strafen gegen seinen Wittener Gegner. Dumke erreichte gegen den Holländer van Laarhoven sein nunmehr drittes Unentschieden in drei Begegnungen.

     Unter dem Strich siegte der TSV Abensberg mit 9:3 deutlich und untermauerte den Anspruch der Mannschaft auf den nächsten Titel des deutschen Mannschaftsmeister, der am 24. November in Abensberg ausgekämpft wird.

    Die Bundesligabegegnung klang in gut gelaunter Runde bei einem gemeinsamen Abend beider Mannschaften und Fans aus.

     Da am 24. November vier Mannschaften antreten, um über ein Halbfinale die Finalplätze auszukämpfen, beginnt der Finaltag bereits um 10:00 Uhr. Im Rahmen des Bundesligafinales wird Ole Bischof, einer der erfolgreichsten deutschen Judoka aller Zeiten, in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Die Begegnungen werden von mehreren Fernsehsendern aufgenommen und anschließend übertragen.

    Die Karten für die Finalbegegnung können ab sofort in der Geschäftstelle des TSV Abensberg, in der Judohalle, während der Geschäftszeiten (Geschäftsstelle ist besetzt am Montag: 8.00 - 11.00 Uhr Dienstag und Donnerstag: 17.15 - 19.15 Uh) bestellt werden, oder über geschaeftsstelle@judoabensberg.de.