• 2. Bundesliga Frauen

    Meisterinnen zurück auf der Matte

     c280x210 280x210 meisterinnen zurueck auf der matte big teaser articleEs geht wieder zur Sache: Die Judofrauen des TuS Hermannsburg, hier Asa Wendt (blau), starten in ihre nächste Zweitligasaison. Quelle: Kimberly Wojahn

    Mit zwei Heimkämpfen gegen Hamburg und Spremberg starten die Judo-Frauen des TuS Hermannsburg in die Zweitligasaison. Von Uwe Meier (www.cellesche-zeitung.de vom 02.05.2019) TuS Hermannsburg und der Judosport sind eng miteinander verbunden. Am Samstag werden die ersten Zeilen eines neuen Kapitels der langen gemeinsamen Geschichte geschrieben. Der Start der Saison 2019 in der 2. Judo-Bundesliga hält für die Frauenriege gleich Heimkämpfe parat. Dabei empfängt der Vorjahresmeister am Samstag ab 15 Uhr die Teams vom KSC ASAHI Spremberg (Brandenburg) und die JG Sachsenwald aus Hamburg zwei Liganeulinge. „Ich hoffe schon, dass wir gegen beide Mannschaften gewinnen können“, sagt Hermannsburgs Judo-Abteilungsleiter Frank Walzer. Gelöste Probleme sorgen für Zuversicht Er selbst ist froh, dass es wieder losgeht. Immerhin hatte die Zukunft des Judosports in Hermannsburg nach der gewonnenen Zweitligameisterschaft auf wackligen Füßen gestanden. Auf- und zugleich Abstiegssorgen sowie der Rücktritt des Trainer-Urgesteins Dieter Wermuth ließen nach der vergangenen Saison in eine ungewisse Zukunft blicken. Denn ein Aufstieg in die Liga eins, zu der der Zweitligameister eigentlich verpflichtet gewesen wäre, kam aus vielerlei Gründen nicht infrage. Der Verzicht hätte beinahe den Gang in die Landesliga nach sich gezogen. Da aber mit PSV Duisburg, JC Wermelskirchen und Adler Bottrop gleich drei von sechs Vereinen ihre Frauenmannschaften aus der 2. Liga abgemeldeten, reagierte der Judobund und zog eine ohnehin schon geplante Bundesliga-Reform vor. Hermannsburg durfte in der 2. Liga bleiben. Und das Problem, einen Wermuth-Nachfolger zu finden, hatte sich auch relativ schnell in Luft aufgelöst. Der neue Trainer heißt auch Wermuth, allerdings Marc mit Vornamen und ist der Sohn des Vorgängers. Er wird das Team in die nun wieder neun Mannschaften umfassende 2. Liga führen. Auf ihn kam als Erstes die Aufgabe zu, Ersatz für Kämpferinnen zu finden, die den Verein verlassen haben. Janny Dammer, Inken Baden, Dörte Rüther und Imke Schumann haben ihre Karrieren beendet. Anne Laura Wedekind muss studienbedingt kürzertreten. Fünf Neuzugänge für fünf Abgänge Insgesamt fünf Neuzugänge stehen in der Kaderliste. Greta Bolte und Martina Frisch (beide Osnabrück), Leonie Müller (Isenbüttel), Kim Chantal Tepelmann (Schwerin) und die Niederländerin Ingrid Marloes Engwereda werden in Zukunft für Hermannsburg auf die Matte gehen. „Wir müssen zusehen, dass wir schnell ein Team formen“, so Walzer. Problem dabei: Kaum eine Kämpferin ist fest in Hermannsburg verwurzelt. Die Anreise zu gemeinsamen Trainingseinheiten ist lang und schwierig. Kreis der Titelfavoriten ist groß Zum Kreis der Zweitligafavoriten zählt man sich in Hermannsburg trotz des Vorjahreserfolges nicht unbedingt. SU Witten-Annen schätzt Walzer stark ein. Auch JC Leipzig zählt für Hermannsburgs Abteilungsleiter zu den Riegen, die am Ende ganz oben landen können. Vielleicht ist auch der letztjährige Landesligist JT Hannover ein Kandidat für eine Topplatzierung, der sich mit einigen Kämpferinnen verstärkt hat, die am Stützpunkt in der Landeshauptstadt aktiv sind. „Das wird ein hartes Brett“, meint TuS-Trainer Marc Wermuth dazu. Doch gänzlich aus dem Kreis der Favoriten können sich die Hermannsburgerinnen nicht nehmen. Sie selbst haben sich Rang drei zum Saisonziel gesetzt. So weit weg von Platz eins ist das nun auch nicht.