• 2. Bundesliga Männer

    Eine Menge Respekt verdient

    Das Judoteam MV war trotz der Niederlage zufrieden. (Foto von Ralf Pechmann) Das Judoteam MV war trotz der Niederlage zufrieden. (Foto von Ralf Pechmann)

    Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommerns verliert in der 2. Bundesliga mit 5:9 bei Meisterschaftsfavorit VfL Riesa

    Jena Als es im Jenaer Sportforum in die Pause ging, bahnte sich für die Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommerns im Zweitliga-Duell als Außenseiter gegen den Meisterschaftsfavoriten VfL Riesa beim Stand von 1:6 bereits die prophezeite Abreibung an. Die wehrte das MV-Team aber ab. Zwar gab es am Ende beim 5:9-Endstand keine Punkte, dafür aber eine Menge Respekt für die Mecklenburger.

    Johannes Müller punktete bei seinem Debüt mit einem Fußfeger. (Foto von Ralf Pechmann)

    Im Vorfeld sprach KGJMV-Teammanger Felix Tischler von einer Sensation, wenn Riesa nur mit einem einstelligen Ergebnis gewinnen würde. Das 5:9 – also eine einstellige Niederlage – war dann am Ende aber gar nicht die große Sensation. Schon der 1:6-Rückstand zur Pause, als nur Johannes Müller (-100 kg) beim seinem Debüt für die Mecklenburger mit einem schönen Fußfeger punktete, klang deutlicher, als es die einzelnen Begegnungen vermuten ließen. Oft fehlte nur das Quäntchen Glück für den Sieg. So mussten sich beispielsweise Frieder Unterrainer (-73 kg) und auch Johan Groth (-90 kg) erst im Golden Score, gleichzusetzen mit einer Verlängerung, geschlagen geben.

    Zu Beginn der Rückrunde unterlag Unterrainer wieder im Golden Score und auch die Leichtgewichte Kim Koch (-60 kg) sowie Kevin Schrainer (-66 kg) hatten das Nachsehen. Der Rest des KGJMV-Tross, Björn Heinze (-100 kg), Hannes Schneider (-90 kg), Tobias Sieg und auch Frank Christiner (+100 kg), verließ die Matte aber als Sieger. „Damit haben wir die Rückrunde sogar mit 4:3 gewonnen. Wer hätte das im Vorfeld gedacht, zumal Riesa mit voller Kapelle antrat und wir nicht“, war Tischler mit dem Auftritt seiner Mannschaft  zufrieden.

    Da der Chemnitzer PSV mit 8:6 gegen den TSV Rudow gewann, rutschte die KGJMV in der Tabelle auf den fünften Rang ab. Weiter geht es für die Mecklenburger erst am 15. September. Dann gastiert der JC Leipzig II im hohen Norden.

    Hagen Bischoff

    Kampfgemeinschaft-MV: Koch (-60 kg); Schrainer (-66 kg); Unterrainer (-73 kg); Harnack, Sieg (-81 kg); Schneider, Groth (-90 kg); Müller, Heinze (-100 kg); Christiner, Fischer (+100 kg).