• 2. Bundesliga Männer

    GJC Bonn siegt und bleibt Tabellenführer

    Falk Petersilka (-90kg) wirft Felix Schulze vom Braunschweiger JC mit Uchi-Mata für Ippon am 11.05.2019Falk Petersilka (-90kg) wirft Felix Schulze vom Braunschweiger JC mit Uchi-Mata für Ippon am 11.05.2019

    Bonn. Nach dem gelungenen Saisonauftakt am 06. April 2019 vor heimischer Kulisse gegen den 1. JC Mönchengladbach reiste die Bundesligamannschaft des GJC Bonn um Head-Coach Florin Petrehele und Teamchef Michael Fengler am 11. Mai 2019 hoch motiviert zum ersten Auswärtskampftag der Saison nach Braunschweig. Den Kämpfern und Verantwortlichen war die deprimierende 6:8-Niederlage bei der letzten Begegnung gegen den Braunschweiger JC vor zwei Jahren (2017) noch gut in Erinnerung. Diese sollte sich bei der Neuauflage in Braunschweig nicht wiederholen.

    Doch reisten die Bonner ohne einen Kämpfer im Superschwergewicht (100+kg) sowie mit nur einfacher Besetzung im 66kg-Limit bereits geschwächt beim Braunschweiger JC an. Dank der drei GJC-Top-Athleten Falk Petersilka (-90kg), Alexander Gabler (-73kg) und Adnan Khankan (-100kg) konnte Head-Coach Petrehele jedoch in anderen Gewichtsklassen auch auf echte Routiniers setzen.

    Nach der Auslosung startete die Hinrunde mit dem Schwergewicht. Hier stand der mehrfache rumänische Meister Valentin Radu (-100kg) für die Bonner auf der Matte. Er konnte seinen tschechischen Gegner nach 1:46 Minute im Haltegriff bezwingen. Weiter ging es direkt mit dem GJC-Top-Athleten Falk Petersilka in der Gewichtsklasse -90kg, der dort auf den Dritten der Deutschen Hochschulmeisterschaften und der Deutschen Pokalmeisterschaften, Felix Schulze, traf. Für den international erfolgreichen Petersilka jedoch keine Herausforderung. Nach nur 15 Sekunden siegte er mit einem inneren Schenkelwurf, für den er eine große Wertung erhielt. Im nächsten Kampf im 66kg-Limit ging der erfahrene und dienstälteste Ligakämpfer Sven Rösner für Bonn an den Start. Rösner gelang es, eine halbe Wertung über die gesamte Kampfzeit zu verteidigen und so den nächsten Sieg nach Bonn zu holen. Im vierten Kampf ging mit Alexander Gabler (-73kg) der nächste GJC-Top-Athleten auf die Matte. Gabler konnte seinen jungen Braunschweiger Gegner nach 38 Sekunden werfen und sicherte den Bonnern damit schon einen 4:0 Vorsprung. Da die Bonner ohne Superschwergewichtler angereist waren, setzte Head-Coach in der nächsten Begegnung mit Johannes von Einsiedel auf einen Kämpfer aus dem 100kg-Limit. Dort traf von Einsiedel mit Jan Pinta auf einen international erfahrenen tschechischen Kämpfer, der sich mit 125kg eingewogen hatte. Über 2:12 Minuten gelang es von Einsiedel mit gekonnten Aktionen dem deutlich schwereren Pinta das Leben schwer zu machen. Schlussendlich musste sich von Einsiedel jedoch geschlagen geben. Der erste Punkt für Braunschweig. Den sechsten Kampf der Hinrunde im 81kg-Limit bestritt für die Bonner der Neuzugang Cedric Thyssen aus Düsseldorf. Nachdem weder er, noch sein Gegner Jan-Hendrik Köhler, mehrfacher Gewinner der Deutschen Pokalmeisterschaften, während der regulären Kampfzeit eine Wertung erzielen konnten, ging der Kampf in den Golden Score. Dort gaben die Kampfrichter nach 4:22 Minuten in einer umstrittenen Situation eine halbe Wertung, die eigentlich an Thyssen hätte gehen müssen, an seinen Gegner. Damit konnten die Braunschweiger vor dem letzten Kampf der Hinrunde auf 4:2 verkürzen. Diesen bestritt der niederländische Top-Kämpfer Tibo Volleman für die Bonner. Er ließ seinem Braunschweiger Gegner, dem international erfahrenen Lennart Scharff, jedoch keine Chance und baute nach nur 20 Sekunden Kampfzeit den Bonner Vorsprung vor der Halbzeitpause auf 5:2 aus.

    Die siegreiche Mannschaft des GJC Bonn am Ende des Kampftages in Braunschweig

    Für die Rückrunde stellten die Braunschweiger ihre Mannschaft erheblich um. Die Bonner erfüllten nur die minimal geforderten drei neuen Kämpfer. Los ging es wieder im Schwergewicht. Hier traf auf Bonner Seite der erneut aufgestellte Valentin Radu auf den zuvor noch im 90kg-Limit angetretenen Felix Schulze. Radu konnte sich hier mit einer großen Wertung durchsetzen. In der Gewichtsklasse -90kg stellten die Braunschweiger Kai Desgranges gegen Falk Petersilka auf. Auch hier konnte Petersilka nach unter einer Minute Kampfzeit den Sieg wieder souverän nach Bonn holen. Im nächsten Kampf stellte Head-Coach Petrehele den Kämpfer Gregor Zimmermeier aus dem 60kg-Limit hoch in das 66kg-Limit. Er traf auf den brasilianischen Kämpfer Artur Belarmino. Zimmermeier zeigte einen über mehr als zwei Minuten dauernden Kampf eine starke Leistung, musste sich dem schwereren und erfahreneren Belarmino schlussendlich jedoch geschlagen geben. Im Kampf -73kg setzen die Braunschweiger auf den mehrfachen syrischen Meister und international erfahrenen Kämpfer Fares Badawi, der zuletzt auch bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften einen dritten Platz belegen konnte. Der neu eingesetzte Hans-Martin Kühn konnte zwar eine gute Leistung abliefern, unterlag dem Braunschweiger, der eine halbe Wertung mit zwei kleinen Bestrafungen über die Zeit retten konnte, jedoch nach der vollen Kampfzeit. Damit hatten die Braunschweiger zum 7:4 aus Bonner Sicht verkürzt. Im Superschwergewicht setzten Braunschweig und Bonn dieses Mal gleichermaßen auf Kämpfer aus dem Schwergewicht. Für Bonn ging der amtierende westdeutsche Meister Sascha Schmitz auf die Matte. Für Braunschweig der weitaus ältere und erfahrenere Volker Klöß. Klöß verhielt sich jedoch überwiegend passiv und sperrte dem Bonner jede Möglichkeit einen Angriff zu starten. Das blieb auch bei den Kampfrichtern nicht unbemerkt, die Klöß schließlich mit drei kleinen Bestrafungen von der Matte stellten. Damit holte Schmitz nach 3:15 Minuten Kampfzeit den entscheidenden achten Punkt für Bonn und damit vorzeitig den Gesamtsieg. In dem anschließenden Kampf im 81kg-Limit stellte Head-Coach Petrehele den zuvor in der Hinrunde schon im 73kg-Limit erfolgreichen Alexander Gabler hoch. Gabler enttäuschte auch hier nicht und besiegte Jan-Hendrik Köhler mit einer großen Wertung. Tibo Volleman punktete schließlich in der letzten Begegnung des Kampftages nach 1:48 Minuten mit einer großen Wertung noch zum 10:4 Endergebnis für Bonn.

    Zufrieden zeigte sich dann auch Head-Coach Florin Petrehele mit der Mannschaftsleistung: „Die Jungs haben heute bewiesen, dass sie das Zeug haben, in der zweiten Bundesliga oben mitzuspielen. Nach dem Erfolg in Braunschweig richten wir unsere Augen nun auf den nächsten Kampftag gegen Gelsenkirchen.“ Die Gelsenkirchener sind die unmittelbaren Verfolger der Bonner in der zweiten Liga. Sie konnten in der laufenden Saison ebenfalls bereits zwei Siege einfahren und belegen nach Bonn punktgleich, aber mit schlechterer Kampfwertung, den zweiten Tabellenplatz. „Gegen Gelsenkirchen wird sich vermutlich entscheiden, wer dieses Jahr Gruppensieger wird.“, spekuliert Teamchef Michael Fengler. Zum Auswärtskampftag nach Gelsenkirchen geht es für die Bonner am Samstag, 15. Juni 2019. Stattfinden wird der Kampftag in der Gesamtschule Bergerfeld, Adenauerallee 110 in Gelsenkirchen; Kampfbeginn ist um 17:00 Uhr.

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    Text: Michael Fengler, GJC
    Foto: David Knapp, GJC