• 2. Bundesliga Männer

    gelungener Auftakt in Köln

    Teamkreis der Holler Mannschaft vor Kampfbeginn

    (we) Zum Saisonauftakt gewann die Holler Bundesligamannschaft ihre erste Bundesligabegegnung beim Aufsteiger Bushido Köln vor gut besuchtem Publikum deutlich mit 9:4 und belegt nun vor KSC Asahi Spremberg und Bayer Leverkusen den 3. Platz

    Im ersten Durchgang belegten die Holler recht deutlich einen angenehmen Vorsprung von 5:2, den sie im 2. Durchgang nicht ganz halten konnten, da sie mit einem Unentschieden nur vier Siegpunkte holten.
    Besonderes Augenmerk bei den Hollern richtete sich auf die beiden Neuzugänge aus der belgischen Nationalmannschaft. Senne Wyns (bis 60kg) und Kevin Haine (bis 73kg) gewannen ihre Kämpfe und trugen zum Punktekonto der Holler bei. Große Aufmerksamkeit hatte Christophe Lambert, dem frischgebackenen Bronzemedaillengewinner der Mannschaftseuropameisterschaft, da die gesamte Halle sehen wollte, wie gut er kämpfen konnte. Der Holler Vorzeigejudoka enttäuschte nicht das Publikum. In beiden Kämpfen, die er eine Gewichtsklasse höher ( bis 100kg) bestritt, zeigte er seine deutliche Überlegenheit und holte innerhalb der ersten Minute mit spektakulären Würfen die eingeplanten Mannschaftspunkte durch Ippon-Wertung. Ebenfalls als großer Matchgewinner ging der dritte Belgier, Jean Docquier von der Matte. In seinen beiden Einsätzen gewann er mit Ippon und bestätigte den guten Eindruck vom letzten Jahr.
    Nach längerer Pause, genutzt zur vorsichtigen Regeneration von Knieverletzungen, holte Maxime Lambert seinen Punkt in der Gewichtsklasse bis 81kg. Erwartungsgemäß gewann Ephraim Neumann (bis 73kg), während Alexander von Horn (bis 66kg) mit einem Unentschieden von der Matte ging. Noch eine Weile mußten Thilo Koch (bis 66kg) und Max Rollwage (plus 100kg) mit ihren Niederlagen in beiden Runden gegen die jeweils gleichen Gegner knapsen.
    Insgesamt war die Mannschaft mit ihrem Ergebnis zufrieden. Teamsprecher Maxime Lambert sagte zum Wettkampfende „Wir wollten auf alle Fälle den ersten Kampf gewinnen und nicht vom Aufsteiger besiegt werden. Aber jetzt haben wir gut vorgelegt und eine gute Grundlage für die kommende Saison geschaffen. Obwohl unsere beiden wichtigsten Leistungsträger ihre Punkte abgeben, haben wir trotzdem deutlich gewonnen, was die breite gute Basis zeigt.“ Und weiter „Es war am Anfang nicht ganz so klar, wie wir aufstellen sollten. Das Bundesligastatut erlaubt nur vier Einsätze von ausländischen Kämpfern und da konnten wir unsere Belgier nicht komplett einsetzen, was uns im taktischen Konzept doch etwas einschränkte. Aber das hat uns nicht in Verlegenheit gebracht, weil wir mit unseren deutschen Kämpfern gleichwertig wechseln konnten.“
    Begeistert zeigte sich die mitgereisten Fans. „Ich war beeindruckt, dass die Holler mit ihren ausländischen Kämpfern gleich in 2 weiteren Sprachen ihre ausländischen Kollegen im Kampf coachten.“ begeisterte sich Lisa Gräbig, die in der U17 selbst mal einen deutschen Vizemeistertitel holte. „Mein Tip war vorher 10:4, weil ich unsere Mannschaft stark motiviert sah, sie sich gegenüber dem letzten Jahr deutlich verbessert hat. Wenn sie so bleibt, dann holt sie zum Jahresende eine Medaille“ wagte der Holler Cheftrainer Bernd Lühmann eine Prognose.